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Erben und Vererben

Rechtstipp vom 16.11.2017
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Rechtstipp vom 16.11.2017
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Wer weiß, wie das Erben genau funktioniert?

Sinnvoll ist es, über den eigenen Nachlass nachzudenken und sich zu überlegen, wer erben soll, auch wenn es schwerfällt, sich mit dem eigenen Ableben zu befassen.

Aber wer soll denn erben?

Die Praxis zeigt, dass kaum jemand weiß, wer erben wird, wenn es keine individuelle Regelung gibt. Dabei besteht bei den meisten Regelungsbedarf, da fast alle Personen zu Erben einsetzen wollen, die vom Gesetz (so) nicht vorgesehen sind. Das Gesetz lässt eine ganze Reihe von Regelungsmöglichkeiten zu. So können Sie bestimmen, wer erben soll, indem Sie ein Testament verfassen, womöglich gemeinsam mit Ihrem Ehepartner. Möglich sind auch Erbverträge und Vermächtnisse. Möglicherweise kommt auch ein „Erben zu Lebzeiten“ in Betracht, indem z. B. ein Haus auf die Kinder übertragen wird, während die Eltern noch leben.

Es stellt sich aber auch folgende Frage: Wer wird meine Immobilie im Ausland erben?

Wer wird erben, wenn ich in Deutschland wohne, aber eine andere oder weitere Staatsbürgerschaft besitze? Antworten gibt die EU-Erbrechtsverordnung, die seit August 2015 in Kraft ist und das Erben auf internationaler Ebene grundlegend neu geregelt hat. Ausschlaggebend ist seither nicht mehr die Staatsangehörigkeit, sondern der letzte Aufenthaltsort des Verstorbenen. Es lohnt sich deshalb, auch bereits bestehende Testamente nochmals zu überdenken, um genau zu bestimmen, wer erben soll.

Ein allgemeingültiges Muster kann nicht an die Hand gegeben werden. Vielmehr muss jede Person für sich bestimmen, wer ihren Nachlass erben wird.


aus dem Rechtsgebiet Erbrecht

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