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Ermittlungsverfahren gegen MyAdverstisingPays (MAP) Partner und Affiliates

Rechtstipp vom 13.07.2017
Rechtstipp vom 13.07.2017

Spätestens mit Beginn eines millionenschweren Rechtsstreites zwischen der Firma MyAdvertisingPays (MAP) und VX-Gateway in den USA kursieren immer wieder neue Gerüchte über MAP und deren ehemalige Partner und Affiliates. Auch das neue „Projekt“ des MAP Gründers Mike Deese „The Advert Platform (TAP)“ steht bereits in der Kritik.

In letzter Zeit haben mehrere Staatsanwaltschaften und Finanzämter in Deutschland begonnen, Ermittlungsverfahren gegen ehemalige Partner bzw. Affiliates von MAP einzuleiten. Dabei stehen vor allem drei Vorwürfe im Raum:

1. Vorwurf der Steuerhinterziehung (§§ 369, 370 AO)

In verschiedenen Verfahren wirft das Finanzamt Partnern und Affiliates von MyAdvertisingPays vor, während ihrer Tätigkeit für MAP nach § 370 Abs. 1 AO Steuern verkürzt haben sollen, weil sie die Gewinne aus der Tätigkeit für MAP weder in der Einkommens- und Umsatzsteuererklärung, noch in der Gewerbesteuererklärung angeführt hätten. Einnahmen aus MAP sind grundsätzlich zu versteuern. Allerdings gibt es einige Besonderheiten zu beachten, über die in Multi-Level-Marketing versierte Steuerberater, wie Herr StB Gebert von halle.law, konkret Auskunft geben können. Gemeinsam mit den Strafverteidigern unserer Kanzlei können wir Vorwürfe entkräften oder aber helfen, die Rechtsfolgen zu mindern.

2. Vorwurf der Geldwäsche nach § 261 StGB

Immer wieder kommt es wegen der teilweise hohen Überweisungen aus dem Ausland zu Verdachtsmeldungen der Banken. Daher stehen die Zahlungen von VX-Gateway an die MAP Partner und Affiliates im Blickpunkt der Ermittlungsbehörden. Hierbei wird zum Teil der Vorwurf erhoben, dass das Geld, das den Affiliates und Partnern auf ihr Konto überwiesen wurde dem Geldwäsche Tatbestand Unterfallen könnten. In keinen der von uns bearbeiteten Verfahren hat sich dieser Verdacht jedoch bestätigt. Auch hier kann ein im Multi-Level-Marketing versierter Strafverteidiger auf eine schnelle Einstellung des Verfahrens hinwirken.

3. Betrieb eines Systems der progressiven Kundenwerbung nach § 16 Abs. 2 UWG („Schneeballsystem“)

Des Weiteren wird MAP Partnern und Affiliates vorgeworfen, sie hätten ein System der progressiven Kundenwerbung (umgangssprachlich auch „Schneeballsystem“) betrieben bzw. mit aufgebaut. Dabei stützen sich die Behauptungen im Wesentlichen auf unsubstantiieren Berichte auf diversen Internetblogs.

Kern des Vorwurfes ist die Behauptung, dass die Credit-Packs ein wertloses Produkt seien und das eigentliche Ziel von MAP die Gewinnung neuer Kunden sei, um die Ausschüttungen an die alten Partner und Affiliates zu finanzieren. Ein aktuelles betriebs- und rechtswissenschaftliches Gutachten unserer Kanzlei kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass durch erzielte externe Einnahmen und der Ausrichtung auf Werbeangebote für Gewerbetreibende aus juristischer Hinsicht im Ergebnis nicht von einem Schneeballsystem ausgegangen werden kann. Das Gutachten kann demnächst von halle.law käuflich erworben werden.

Wenn Sie selbst von diesen Vorwürfen betroffen sind, ist es ratsam, sich dazu von einem, in Multi-Level-Marketing Fragen versiertem Strafverteidiger wie Frau Rechtsanwältin Ernst von halle.law beraten und vertreten zu lassen. 


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Steuerrecht, Strafrecht, Wirtschaftsrecht

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