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Erneuter Erfolg für Anleger

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Am 09.03.2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass Brokerhäuser, die ihre Vermittler von Finanzgeschäften nicht genügend überwachen, Anlegern hieraus entstehende Schäden ersetzen müssen.

Im vorliegenden Fall schloss die Klägerin im Jahr 2003 mit einem in Deutschland ansässigen Terminoptionsvermittler einen Geschäftsführungsvertrag über die Durchführung von Börsentermingeschäften. Hierfür wendete sie einen Betrag von insgesamt € 6.000,00 auf. Der Vermittler tätigte dann über die Beklagte eine in Amerika ansässige Brokerfirma, Geschäfte an amerikanischen Terminmärkten. Hierfür verlangte der Vermittler und die Beklagte umfangreiche Gebühren und Gewinnbeteiligungen von der Klägerin. Nach Beendigung dieser Geschäftsbeziehung erhielt die Klägerin im Jahr 2006 gerade einmal einen Betrag in Höhe von rund € 200,00 zurück.

Der BGH stellte jetzt fest, dass der Vermittler die Klägerin vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat, da die von ihm getätigten Geschäfte, aufgrund der Gebührenstruktur von vornherein praktisch chancenlos gewesen seien. Das Geschäftsmodell, so der BGH weiter, habe das Gewinnstreben und den Leichtsinn uninformierter und leichtgläubiger Geschäftspartner ausgenutzt. Da die Beklagte sich an dem sittenwidrigen Geschäftsmodell des Vermittlers beteiligt hat, in dem sie ihm einen unkontrollierten online-Zugang zur amerikanischen Börse ermöglicht hat, obwohl sie die hohe Missbrauchsgefahr solcher Geschäfte hätten kennen müssen, ist sie der Klägerin zum Ersatz ihrer Schäden verpflichtet.

Nach diesem Urteil ist davon auszugehen, so Rechtsanwalt Lederer, dass auch andere Brokerhäuser, Banken oder Sparkassen, die sich an solchen Geschäften beteiligt haben, in gleichgelagerten Fällen zum Ersatz der Schäden ihrer Kunden herangezogen werden können.

Als erfahrener und kompetenter Ansprechpartner steht Ihnen Rechtsanwalt Gerd Lederer in der Kanzlei LEDERER & PARTNER zur Verfügung.

LEDERER & PARTNER
Rechtsanwälte, Fachanwälte für Versicherungsrecht

Ostendstr. 100, Business Tower Nürnberg (17. Etage)

90482 Nürnberg

Tel.: +49 (0) 911 54 44 88 - 0

Fax: +49 (0) 911 54 44 88 - 10

info@lederer-rechtsanwaelte.de

www.anwalt.de/lederer

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Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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