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Erstattung von Vorstellungskosten

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Sowohl abgelehnte als auch eingestellte Bewerber haben grundsätzlich Anspruch auf Erstattung der ihnen entstandenen Vorstellungskosten, wenn sie vom Arbeitgeber zur persönlichen Vorstellung  aufgefordert werden (vgl. BAG, NZA 1989, 468). Hinzu kommt, dass der Arbeitgeber bei einem Verstoß gegen das Benachteiligungsgesetz verpflichtet ist, den dadurch entstandenen Schaden zu ersetzen bzw. eine Entschädigung in Geld zu leisten (§ 15 AGG). Bei dem Versuch, diese Rechtslage für sich auszunutzen, hat eine Bewerberin nunmehr eine Bauchlandung erfahren müssen:

Eine Bewerberin, die sich (nur) auf zweifelsfrei gegen das Allgemeine Gleichheitsgesetz (AGG) verstoßende, weil altersdiskriminierende, Stellenanzeigen bewirbt, hat jedenfalls dann keinen Anspruch auf Entschädigungszahlungen, wenn sie nicht nachweisen kann, dass sie sich auch auf AGG-konforme Stellenanzeigen beworben hat. Das LAG Hamm geht in solchen Fällen davon aus, dass das Erreichen der Entschädigungsleistung und nicht das Bemühen um den ausgeschriebenen Arbeitsplatz im Vordergrund steht (15 Sa 63/08; Revision zugelassen).

 

 

 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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