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Euro Grundinvest: Frohe Kunde aus Malte Hartwiegs Reich

Rechtstipp vom 30.11.2015
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Rechtstipp vom 30.11.2015
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25.11.2015: Anlegern in die geschlossenen Fonds des Euro Grundinvest-Emissionshauses flatterte dieser Tage eine „freudige“ Adventsbotschaft ins Haus: Sie sollen in der Vergangenheit erhaltene Ausschüttungen an die Fondsgesellschaft rücküberweisen. Kurzfristig, mit Fristsetzung zum 30. November. Hintergrund sei hier die prekäre finanzielle Lage der Fonds, man stehe möglicherweise kurz vor der Insolvenz. Konkret betroffen seien die Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG, die Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG sowie die Euro Grundinvest 20 GmbH & Co. KG. Erst jetzt habe man einen Überblick über die tatsächliche wirtschaftliche Lage gewinnen können, Ursache sei die desolate bisherige Geschäftsführung sowie eine chaotische Buchhaltung.

Die neuerliche Entwicklung stellt einen weiteren Höhepunkt in der glanzvollen Historie einer Vielzahl von Investitionsvehikeln aus dem Reich des Herrn Malte Hartwieg dar. Ganz offensichtlich könnte sich die derzeitige katastrophale Lage der o.a. Fonds einfügen in eine regelhaft wiederkehrende Entwicklung von zunächst pünktlichen Ausschüttungen, dann deren Ausbleiben und schließlich einer Insolvenz mit Totalverlust für die betroffenen Investoren. Dies muss wohl auch im vorliegenden Fall nun befürchtet werden – und würde für aufmerksame Beobachter in der Tat nicht überraschend kommen, gibt es doch seit geraumer Zeit in der seriösen Wirtschaftspresse eine Vielzahl von Berichten über dubiose Vorgänge im Umfeld der betroffenen Unternehmen. Mindestens der Verdacht auf ein sog. Ponzi- oder Schneeballsystem steht aus Sicht einer Reihe von Analysten im Raum, scheint doch auch aufgrund der Wortwahl des Anschreibens fraglich zu sein, ob die Ausschüttungen überhaupt aus erwirtschafteten Gewinnen getätigt wurden.

Wie auch wir bereits in mehreren Stellungnahmen berichtet hatten, wird seit einiger Zeit u.a. gegen den Unternehmensgründer der Vertriebsplattform Dima24 durch die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Dima 24 war zentraler Baustein des durch ihn begründeten Firmengeflechts und wurde im vergangenen Jahr durch Hartwieg an bisherige Mitarbeiter unter merkwürdigen Umständen verkauft. Insgesamt soll Kapital in Höhe von deutlich mehr als 2 Milliarden € von Anlegern eingesammelt worden sein. Eine ganze Reihe von Fondsgesellschaften ist zwischenzeitlich pleite, der Verbleib der investierten Gelder unklar.

Wie sollten betroffene Investoren reagieren? Wir raten dringend davon ab, ohne sorgfältige Prüfung Rückzahlungen zu leisten. Vielmehr sollte mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung geprüft werden, ob die betreffenden Rückzahlungsforderungen von Vorabausschüttungen überhaupt rechtmäßig sein können. Unbeeindruckt von möglichen Anlegersorgen bewirbt indes die Euro Grundinvest jedenfalls zur Stunde ihr Geschäft weiterhin hoffnungsfroh mit der Behauptung, „die gesamte Klaviatur“ des Immobiliengeschäfts zu beherrschen.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist beständig mit vielen hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und hat sich hier über die Jahre hinweg eine exzellente Expertise erarbeitet. Auch in der in Rede stehenden Angelegenheit vertreten wir eine Vielzahl Betroffener. Gerne dürfen Sie sich in diesem Sinne an uns wenden, Ansprechpartner auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann. Weitere Informationen zum Thema finden sich auch auf dem kanzleieigenen Internetauftritt der Adwus Rechtsanwälte.


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