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Eusa AG ist pleite: Nächster Skandal auf dem Grauen Kapitalmarkt?

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03.09.2015: Wie unter anderem das Handelsblatt vermeldet, ist die in Schwäbisch Hall ansässige Immobiliengesellschaft zahlungsunfähig. Bereits am vorigen Donnerstag habe das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt, bis zum 8. Oktober könnten betroffene Anleger ihre Ansprüche anmelden. Allerdings scheint völlig unklar, wohin die durch die Investoren eingezahlten Gelder geflossen sind: Der durch das zuständige Insolvenzgericht eingesetzte Verwalter Erion Metoja aus Schwäbisch Hall habe außer 6000 € auf einem zugehörigen Konto keinerlei Sachwerte entdecken können.

Insgesamt 50 Millionen € habe die Eusa AG auf dem sogenannten Grauen Kapitalmarkt einsammeln wollen, im wesentlichen über die vormalig „Procura Finanz GmbH“ genannte Muttergesellschaft, die zwischenzeitlich als „DMV Deutscher Makler Vertrieb“ firmiert. Auch hier scheint nicht alles zum Besten zu stehen, wie das Handelsblatt vermeldet: Nach dortigen Informationen scheint bei der DMV ebenfalls Illiquidität, also Zahlungsunfähigkeit im Raume zu stehen. darüber hinaus muss entsprechend der Handelsblatt-Berichterstattung mit noch schlimmerem gerechnet werden: da die Zinsansprüche der Altanleger im Zuge des zufließenden frisch eingeworbenen Kapitals noch bedient worden waren, stehe nun auch der Verdacht eines sogenannten Schneeballsystemes im Raum.

Bisher ist die Rede von etwa 120 betroffenen Anlegern und etwa dreieinhalb Millionen Euro im Feuer stehenden Kapitales. Da sich die Eusa AG allerdings insbesondere auch an Klein- und Kleinstanleger gewandt hatte, dürfte die Dunkelziffer respektive der gesamte Schaden noch erheblich höher liegen. Beworben worden waren sogenannte Genussrechte in Form von Einmal- sowie Ratenanlagen. Mindestzeichnung waren 50 € monatlich, es wurden Ausschüttungen von zwischen 5 und 12 % zuzüglich Überschussrendite versprochen. Der Vertrieb kassierte jeweils Ausgabeaufschläge von 5-7 %. Das Ganze natürlich abgesichert durch werbewirksame Schlagworte wie „Beständigkeit, Transparenz, Stabilität, Bodenständigkeit und Sicherheit“ und die Investition „in solide Sachwerte wie Immobilien und Unternehmensbeteiligungen“. 

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit diesen Fachgebieten und hat sich hier im Laufe der Zeit und durch die Erfahrung von vielen tausenden von Verfahren eine ausgezeichnete Expertise erworben. Wir empfehlen allen betroffenen Anlegern, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Ansprüche zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Neben den verantwortlich handelnden Personen in der Unternehmensführung dürften hier möglicherweise zusätzlich die zuständigen Vertriebe sowie weitere externe Personen wie Wirtschaftsprüfer etc. im Fokus stehen. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei ist auch für eine unverbindliche kurze telefonische Aufnahme des Sachstandes ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann


Rechtstipp vom 04.09.2015

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