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Fahrerlaubnis und Drogenkonsum – Wie rette ich meinen Führerschein?

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Bei Nachweis des Konsums von „harten Drogen“ (z. B. Heroin und Kokain) ist nach herrschender Rechtsprechung die Entziehung der Fahrerlaubnis geboten. Meistens rechtfertigt schon der einmalige Konsum von „harten Drogen“ die Annahme, dass der Fahrerlaubnisinhaber nicht über die nötige Fahreignung verfügt. So reicht z. B. der einmalige Konsum von Kokain aus, um die Kraftfahreignung zu verneinen. Achtung! Auf eine Verkehrsteilnahme kommt es in diesen Fällen nicht an. Das bedeutet, dass dem Inhaber einer Fahrerlaubnis diese entzogen werden kann, obwohl er zum Zeitpunkt, in dem der Konsum durch die Polizei festgestellt worden ist, nicht am Steuer eines Fahrzeugs gesessen hat.

Auch Cannabis-Konsum kann zu Entziehung führen

Eine Entziehung der Fahrerlaubnis kommt ferner in Betracht, wenn die regelmäßige Einnahme von Cannabis erwiesen ist. Dies betrifft ebenfalls die Fälle, in welchen der Betroffene Cannabis zwar „nur“ gelegentlich konsumiert, jedoch nicht in der Lage ist, Cannabiskonsum und Verkehrsteilnahme zu trennen.

Mischkonsum von Cannabis und Alkohol

In einer Entscheidung aus 2013 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass auch ein nicht im Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr stehender Mischkonsum von Cannabis und Alkohol die Annahme mangelnder Fahreignung rechtfertigen kann.

So rechtfertigen z. B. die Angaben eines Beschuldigten im Rahmen seiner Vernehmung bei der Polizei, dass er über längere Zeit Cannabis gekauft und Joints geraucht habe, ohne im Straßenverkehr teilzunehmen, die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Abhängigkeit kann zu Strafmilderung führen

Zwar kann man im Strafprozess bei einer möglichen Abhängigkeit von Betäubungsmitteln mit einer Strafmilderung rechnen. Da jedoch die Fahrerlaubnisbehörden die Angaben des Betroffenen in einem späteren Verwaltungsverfahren vollumfänglich verwerten dürfen, ist mit einer möglichen Entziehung der Fahrerlaubnis zu rechnen.

Die beste Möglichkeit, die Fahrerlaubnis nicht wegen Drogenkonsums zu verlieren, ist, keine Drogen zu nehmen. Die zweitbeste, die wir Ihnen hier empfehlen möchten, wenn es für die beste schon zu spät ist, ist, sich eine erfahrene Fachanwältin für Strafrecht zu suchen, die die Mittel und Wege einer erfolgreichen Strafverteidigung kennt und zugunsten der Mandanten anwendet. Sie erreichen Frau Rechtsanwältin Danwitz unter der nebenstehenden Telefonnummer.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Strafrecht

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