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Falschberatung bei Swaps durch Landesbank Baden Württemberg?

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Bei der Anlegerschutzkanzlei Eser Rechtsanwälte mehren sich der Anfragen zu Swaps die Unternehmer mit der Landesbank Baden Württemberg abgeschlossen haben.

Insbesondere langjährige Zinsswaps aus den Jahren 2006 und 2007, mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren, scheinen abgeschlossen zu sein.

Nach Auffassung von Rechtsanwalt Eser können sich in diesem Zusammenhang jedoch die Anleger auf eine anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes stützen und noch ohne Verluste aus den Verträgen aussteigen. Voraussetzung ist eine fehlerhafte Aufklärung und Beratung durch die beratende Bank (LBBW).

Der Bundesgerichtshof hatte bereits mit Urteil vom 22.03.2011 – XI ZR 33/10 - entschieden, dass die beratende Bank auf Interessenkollisionen im Zusammenhang mit Zinsswaps hinzuweisen hat (Fortsetzung der sog. Kick-Back-Rechtsprechung).

In diesem Zusammenhang muss vor allem auf den negativen Marktwert aufgeklärt werden.

Der BGH hatte sogar hier kürzlich mit Urteil vom 22.03.2016, XI ZR 93/15, zu der Darlegungslast des klagenden Anlegers äußerst anlegerfreundlich entschieden. Der klagende Anleger muss in der Regel auch nicht zur Höhe des anfänglichen negativen Marktwerts vortragen.

Wortwörtlich der Bundesgerichtshof:

„Der Kunde, der die beratende Bank wegen der Verletzung ihrer Verpflichtung in Anspruch nimmt, über das Einpreisen eines anfänglichen negativen Marktwerts in einen mit ihr geschlossenen Swap-Vertrag aufzuklären, muss im Prozess zur Höhe des anfänglichen negativen Marktwerts nicht vortragen.“

Insgesamt lässt sich damit feststellen, dass die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen fehlerhafter Aufklärung über einen Interessenkonflikt der beratenden Bank durch die neue Rechtsprechung erheblich verbessert wurden. Es besteht nun weitgehend Klarheit bezüglich Anforderungen an die Darlegungslast der Betroffenen, sowie im Hinblick auf die Abgrenzung derjenigen Swap-Geschäfte, bei denen eine Aufklärung über den anfänglichen negativen Marktwert erfolgen musste.

Nach Auffassung von Rechtsanwalt Eser haben daher Kunden der LBBW insgesamt sehr gute Chancen ihren Schaden ersetzt zu erhalten.

Problem drohende Verjährung:

Interessierte Anleger sollten jedoch wissen, dass im Hintergrund die taggenau zu berechnende 10-jährige Höchst- Verjährungsfrist im Einzelfall in diesem Jahr abläuft.

Nach Auffassung von Herrn Eser sollten sich daher interessierte Anleger umgehend mit einem auf Bank-und Kapitalmarktrecht spezialisierten Fachanwalt in Verbindung setzen und sich über die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten informieren.

Für eine erste Beratung kann insoweit auch der Kontakt mit Eser Rechtsanwälte aufgenommen werden. Es empfiehlt sich insoweit, die Kontaktmöglichkeiten auf unserer Homepage, www.eser-law.de, zu benutzen.

Rechtsanwalt Eser ist seit 13 Jahren als spezialisierter Anwalt im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts bundesweit tätig. Daneben ist er auch als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart tätig.


Rechtstipp vom 15.08.2016
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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