Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Falsche Anlageberatung bei der Postbank Finanzberatung? Anwalt fordert Schadensersatz für Mandanten

(44)

Falschberatung durch Postbank-Berater? Um dieses Thema ging es in einem Bericht der Sendung stern.tv vom 21. November. Auch die Anlegerkanzlei Sommerberg LLP vertritt bundesweit Postbank-Kunden, die sich sowohl von der Deutsche Postbank AG als auch deren Beratungs-Tochtergesellschaft, die Postbank Finanzberatung AG, falsch beraten fühlen.

Auf Empfehlung von Vermögensberatern der Postbank Finanzberatung haben deren Kunden ihr Geld teils in hochriskante Fonds angelegt. „Für unsere Mandanten, die wegen falscher Anlageberatung der Postbank geschädigt wurden, setzen wir Haftungsansprüche durch", berichtet André Krajewski, der für die Sommerberg LLP als Geschädigten-Anwalt tätig ist.

Es geht um die Rückgängigmachung der teils sehr riskanten Geldanlagegeschäfte.

Auch in der Vergangenheit gab es bereits negative Berichte der Zeitschrift Finanztest zur Anlageberatung der Postbank Finanzberatung AG. Der Vorwurf: Mehrfach soll es zu Falschberatungen von Kunden der Postbank gekommen sein. In Auszügen heißt es in den Finanztest-Berichten wie folgt: „Vorsicht Postbank. Finanzberatung. Kunden der Postbank müssen aufpassen. Da viele Vermittler von Provisionen leben, verkaufen sie auf Teufel komm raus." (Ausgabe 11/2009) und: Das System Postbank. Falschberatung. Hunderte Zuschriften auf unseren Leseraufruf beweisen: Falschberatung hat bei der Postbank System." (Ausgabe 3/2010). Die Postbank bestreitet diese Vorwürfe.

Gericht: Postbank Finanzberatung AG muss Kunden den Schaden ersetzen

Nach einer von der Sommerberg LLP erstrittenen Gerichtsentscheidung muss die Postbank Finanzberatung AG unter bestimmten Bedingungen die Geldanlagegeschäfte wieder rückabwickeln, wenn die Kunden nicht über Kick-Back-Zahlungen aufgeklärt wurden. Dann ist dem Anleger sein angelegtes Geld vollständig zurück zu zahlen.

„Berater von der Postbank Finanzberatung haben in mehreren Fällen unseren Mandanten empfohlen, ihr Geld in geschlossene Fonds anzulegen, beispielsweise in Schiffsfonds. Teils schildern unsere Mandanten uns, dass die Postbank-Berater die Fondsbeteiligungen als sichere Geldanlage dargestellt haben, während von Risiken so gut wie keine Rede war", so Anlegeranwalt André Krajewski.

Den Schaden haben jetzt die Beratungskunden. Ihr Geld ist in den Fonds gebunden. Es handelt sich um spekulative Unternehmensbeteiligungen. Große Geldverluste bis zum Totalverlust sind möglich. „Risiken, die unsere Mandanten nicht in Kauf genommen hätten, wenn sie darüber informiert worden wären", sagt Rechtsanwalt Krajewski weiter.

Wehren Sie sich, wenn Sie falsch beraten wurden.

Allerdings sind Beratungsopfer nicht wehrlos. Sie müssen aber handeln, um Schadensersatz bzw. eine Rückgängigmachung ihrer Geldanlage zu erreichen. Die Zeitschrift Finanztest rät: „Wehren Sie sich, wenn Sie falsch beraten wurden." (Ausgabe 3/2010)

Urteil: Kundin der Postbank Finanzberatung erhält 84.000 Euro erstattet

Beratungskunden der Postbank Finanzberatung AG können unter bestimmten Bedingungen eine Rückabwicklung ihrer Geldanlage fordern, wenn sie im Rahmen der damaligen Anlageberatung nicht über die Kick-Back-Zahlungen (Provisionen) aufgeklärt wurden, die die Postbank Finanzberatung AG für die Vermittlung der Fondsbeteiligung erhalten hat.

Dies ist die wichtige Grundaussage in einem von der Sommerberg LLP erstrittenen Gerichtsurteil. „Davon können unserer Beurteilung nach viele weitere Beratungskunden der Postbank Finanzberatung AG profitieren", so Anwalt Krajewski.

Das Landgericht Hannover hat mit Urteil vom 21. Juni 2012 (Az. 8 0 173/11) entschieden, dass die Postbank Finanzberatung AG zugunsten einer Beratungskundin, vertreten durch die Kanzlei Sommerberg LLP, eine Rückabwicklung des Kaufs von zwei Schiffsfondsbeteiligungen vornehmen muss, die die Klägerin und ihr Ehemann auf Empfehlung eines Beraters von der Finanzberatungsfirma erworben haben.

Die Postbank Finanzberatung AG wurde verurteilt, an die klagende Anlegerin 84.000 Euro zu zahlen und muss zusätzlich den Zinsschaden und die Anwaltskosten erstatten - gegen Rückübertragung der Fondsbeteiligungen.

Grund: Die Anlegerin und ihr Ehemann hatten im Jahr 2008 auf Empfehlung eines Handelsvertreters (Berater) von der Postbank Finanzberatung AG zwei Schiffsfonds-Beteiligungen (DS-Rendite-Fonds) erworben. Allerdings wurden sie nicht über die Provisionen aufgeklärt, die die Finanzberatungsfirma neben dem Agio zusätzlich für die Fondsvermittlung erhält. Deswegen haftet nach dem Urteil die Postbank Finanzberatung AG wegen verschwiegener Kick-Back-Zahlungen und muss den Fondserwerb rückabwickeln. Das Gericht hat ausdrücklich festgestellt, dass die Beratungsfirma schuldhaft ihre Beratungspflicht verletzt hat.

Ist auch eine Rückgängigmachung Ihrer Geldanlage möglich?

Ob ein Anspruch auf Schadensregulierung besteht (Rückgängigmachung der Verträge), hängt immer vom jeweiligen Einzelfall ab. Wir empfehlen daher unbedingt anwaltliche Unterstützung.

Vor allem dann, wenn auch Ihnen als Postbank-Kunde Kick-Back-Zahlungen und deren konkrete Höhe im Rahmen der Beratung nicht mitgeteilt worden sind, besteht unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Rückgängigmachung der Geldanlage-Verträge.

Gerne informieren wir daher Anleger, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Unsere Erstberatung erfolgt kostenfrei. Wir helfen Ihnen gerne. Nehmen Sie dafür einfach Kontakt zu uns auf. Beratungstelefon: 0421/3016790 (deutschlandweit) www.sommerberg-llp.de

Anleger, die auf Beratung der Postbank Beteiligungen an Schiffsfonds erworben haben, können weitere Informationen auch auf dem Informationsportal www.schiffsfonds-schadenshilfe.de abrufen.


Rechtstipp vom 23.11.2012
aus den Rechtsgebieten Bankrecht & Kapitalmarktrecht, Opferhilfe

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Sommerberg LLP

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.