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Fareds mahnt für Malibu Media LLC Anschlussinhaber wegen verschiedener Filme ab (hier: Feeling Frisky)

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In letzter Zeit werden Rechtsanwalt Christian Kramarz LL.M. häufig Abmahnungen der Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, die im Auftrag der Malibu Media LLC ausgesprochen werden, vorgelegt.

Gegenstand der Abmahnung ist dabei stets der Vorwurf der öffentlichen Zugänglichmachung eines pornographischen Films über den Internetanschluss des Abgemahnten.

Feeling Frisky

In dem zuletzt vorgelegten Schreiben geht es um einen Film „Feeling Frisky“, der mit einem bestimmten Hash-Wert und dem Dateinamen „x-art_the_red_fox_feeling_frisky_540.mp4“ über den Internetanschluss des Adressaten des Schreibens öffentlich zugänglich gemacht worden sein soll.

Filesharing

Bei Urheberrechtsverletzungen in sog. Filesharing- oder Peer-to-Peer-Netzwerken, umgangssprachlich auch als Tauschbörsen bezeichnet, wird ein Werk im Rahmen des Netzwerks über das Internet verbreitet. Jeder Teilnehmer benötigt zur Teilnahme an dem Netzwerk einen entsprechenden Client. Neben der Ursprungssoftware „BitTorrent“ gibt es zahlreiche weitere Clients, die das BitTorrent-Protokoll unterstützen, beispielweise „µTorrent“, „Vuze“ oder „BitThief“. BitTorrent-Clients existieren für sämtliche Betriebssysteme wie Windows, Linux und MacOS. „µTorrent“ existiert sogar in einer Version für das Android Betriebssystem. Der Client „Transmission“ ist auf so gut wie jeder Plattform verwendbar. Es existieren Portierungen für iOS, Unix und BeOS. Teilweise sind entsprechende BitTorrent-Clients auch in Download-Managern enthalten.

Wer einen Filesharing-Client installiert hat, kann das BitTorrent-Protokoll nutzen, Dateien im Verzeichnis des Clients ablegen und so zur Weitergabe an andere Nutzer freigeben. Die PCs der Nutzer, die Interesse an der gleichen Datei haben, stellen dann untereinander Verbindungen her. Der (erste) Rechner, auf dem sich die vollständige Datei befindet (Seeder), beginnt dann die Datei auf die anderen Rechner zu übertragen. Diese anderen Rechner können wiederum Verbindungen untereinander herstellen, um Dateiteile auszutauschen, die auf dem jeweiligen Client noch nicht vorhanden sind.

Forderung an den Anschlussinhaber

Die Kanzlei Fareds fordert im Auftrag der Malibu Media LLC Unterlassung des rechtswidrigen Verhaltens und bietet einen Vergleich in Höhe von 735 € zum Ausgleich der angefallenen Kosten und des Schadenersatzes an.

Malibu Media LLC

Bezüglich eines anderen Titels, an dem die Malibu Media LLC die Urheberschaft behauptet hat, hat das LG München I bereits geurteilt, dass der Film selbst keinen urheberrechtlichen Schutz genießt, da es sich nur um simpelste Aufnahmen von sexuellen Vorgängen handelt (LG München I, Beschluss vom 29.05.2013, Az. 7 O 22293-12).

Vorsicht ist geboten, weil dem Schreiben keine Unterlassungserklärung beigefügt ist. Eine solche muss aber abgegeben werden, wenn der Abgemahnte im Rechtssinne für das abgemahnte Verhalten verantwortlich ist.

Vor Abgabe einer Unterlassungserklärung sollte ein Rechtsanwalt konsultiert werden, um die Frage zu klären, ob der Anschlussinhaber haftbar ist. Falls ja, ist weiter zu klären, ob eine Haftung als sog. Störer oder Täter gegeben ist. Keinesfalls sollte der beigefügte Vergleich voreilig unterschrieben werden.


Rechtstipp vom 16.04.2014
aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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