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Fenghua SoleTech AG: BaFin verhängt Zwangsgeld

Rechtstipp vom 05.02.2017
Aktualisiert am 06.02.2017
(6)
Rechtstipp vom 05.02.2017
Aktualisiert am 06.02.2017
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03.02.2017: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat bereits am 26.01.2017 auf ihrem Internetportal mitgeteilt, dass sie zum 11.01.2017 Zwangsgelder in Höhe von 140.000 € gegen den chinesischen Schuhsohlenhersteller Fenghua SoleTech AG festgesetzt hat. Diese für das Unternehmen vermutlich einigermaßen schmerzhafte Maßnahme war bereits im vergangenen Herbst angedroht worden. Hintergrund sind offensichtliche Verstöße gegen Veröffentlichungspflichten, in Rede stehen hier insbesondere Abs. 1 Satz 2 und 3 des Paragraphen 37v Wertpapierhandelsgesetz.

Die Warnung der BaFin im vergangenen Herbst war allerdings nicht die erste Konfrontation der Behörde mit dem Unternehmen: schon im vergangenen Sommer hatte die Bundesanstalt vor massenhaften Werbeanrufen (cold calls) eindringlich gewarnt. Die Aktien des Sohlenherstellers waren hier jeweilig zum Kauf empfohlen worden. Eine Verbindung respektive Beauftragung hatte Fenghua Sole Tech AG, vertreten durch CEO Weijie Lin, damals brüsk zurückgewiesen.

Ein kurzer Blick auf die unternehmenseigene Webseite bestätigt, dass die letzten dortig veröffentlichten Dokumente respektive Geschäftsberichte aus dem Jahre 2014 stammen. Ganz offensichtlich erledigen also die im Unternehmen Verantwortlichen die ihnen zugewiesenen Aufgaben nicht – warum auch immer.

Erst im Herbst dieses Jahres (2014) war die Fenghua Sole Tech AG an die Börse gegangen. Für die Investoren der ersten Stunde ein komplettes Desaster: Der Ausgabepreis von zehn € wurde kurzzeitig leicht bis auf etwa elf € überschritten, mittlerweile notiert das Papier als Pennystock bei rund zwanzig Cent, ein Verlust also von 98 %. Ein veritables Zockerpapier, möchte der erfahrene Marktbeobachter zunächst denken, immerhin naheliegend ist allerdings auch der Gedanke dahingehend, dass hier ein ganzer Clan chinesischer „Geschäftsleute“ möglicherweise ganz offensichtlich über das Anzapfen der Börse einen Haufen Investoren einmal so richtig saftig gemolken hat. Der ein oder andere derartig Geprellte könnte immerhin die Frage nach der Verantwortlichkeit für das zu betrachtende Debakel sowie nach der Möglichkeit zur Durchsetzung bestehender Schadensersatzansprüche stellen.

Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und aber auch die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

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