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FHH Fonds Nr. 14 „MS Carphatia“ – Rückforderung von Ausschüttungen

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Die Anleger der FHH Fonds Nr. 14 „MS Carphatia“ haben in den letzten Tagen unliebsame Post vom Insolvenzverwalter der Gesellschaft, Rechtsanwalt Dr. Penzlin, erhalten. Der Insolvenzverwalter verlangt unter Fristsetzung die Rückzahlung der Ausschüttungen aus den Jahren 2004-2008.

Nach seiner Darstellung reiche die vorhandene Insolvenzmasse des FHH Fonds Nr. 14 nicht aus, um die Ansprüche der Gläubiger vollständig zu befriedigen. Überprüfen lässt sich diese Aussage freilich nur schwer, da der Insolvenzverwalter bislang überprüfbare Unterlagen schuldig geblieben ist.

Keine ungeprüfte Zahlung an Insolvenzverwalter

Betroffene Anleger sollten daher zuerst die Berechtigung der Forderung des Insolvenzverwalters rechtlich prüfen lassen. Ausschüttungen dürfen nämlich nur in der Höhe zurückgefordert werden, wie offene Forderungen von Gläubigern bestehen.

Am 19.01.2018 hat etwa das Landgericht Hamburg eine Klage eines Insolvenzverwalters auf Rückzahlung von Ausschüttungen zurückgewiesen. Der Insolvenzverwalter konnte nicht nachweisen, dass die Gelder tatsächlich benötigt werden.

Beim FHH Fonds Nr. 14 bestehen unseres Erachtens Zweifel, ob die Forderungen tatsächlich berechtigt sind.

Kein Druck durch Fristsetzung

Jeder Anleger sollte sich die Zeit für eine rechtliche Prüfung der Ansprüche nehmen.

Sie sollten sich nicht von den Fristsetzungen des Insolvenzverwalters unter Zeitdruck setzen lassen. Erfahrungsgemäß reichen die Insolvenzverwalter nicht sofort nach Ablauf der gesetzten Fristen Zahlungsklagen ein, sondern erst nach weiteren Aufforderungen oder kurz vor Verjährung der Ansprüche.

Hilfe für Anleger

Grundsätzlich besteht die Verpflichtung nach § 172 HGB, Ausschüttungen zurückzuzahlen. Allerdings sind die Rückforderungen durch den Insolvenzverwalter nicht immer gerechtfertigt. So können Ausschüttungen auch dann von Gewinnen gedeckt gewesen sein, wenn die Fondsgesellschaft später Insolvenz angemeldet hat. Zudem muss der Insolvenzverwalter die zur Verfügung stehende Insolvenzmasse hinreichend darlegen.

Eine Überprüfung, ob die Forderungen des Insolvenzverwalters gerechtfertigt sind, lohnt sich oft.

Wir machen vermehrt die Erfahrung, dass Insolvenzverwaltern bei der Geltendmachung der Forderungen handwerkliche Fehler unterlaufen. Diese können erfolgreich zur Abwehr der Forderungen eingesetzt werden.

Unverbindliche und kostenlose Erstbewertung

Zur individuellen, unverbindlichen und persönlichen Erstberatung benötigen wir einige Unterlagen und Informationen:

  • Zeichnungsschein zum FHH Fonds Nr. 14
  • Anspruchsschreiben des Insolvenzverwalters
  • ggf. Kopie der Rechtsschutzversicherungspolice

Sprechen Sie uns unverbindlich an und lassen Sie Ihre Möglichkeiten durch unsere erfahrenen Fachanwälte prüfen!


Rechtstipp vom 04.07.2018
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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