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Filesharing Abmahnung im Doppelpack von den Rechtsanwälten Negele · Zimmel · Greuter · Beller

Rechtstipp vom 01.12.2011
(9)
Rechtstipp vom 01.12.2011
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Von den Augsburger Rechtsanwälten Negele · Zimmel · Greuter · Beller erhielt einer unserer Mandaten vor kurzem gleich zwei Abmahnungen. Jeweils im Namen der media & more GmbH & Co.KG und der DBM Videovertrieb GmbH wurde er wegen einer angeblichen Urheberechtsverletzung abgemahnt.

Der Vorwurf

Ihm wird vorgeworfen die Filmwerke „Mothers Teaching Daughters How To Suck Cock # 7" und „Sperma Exzesse" auf ein Peer-to-Peer Netzwerk andern Nutzern zum Downlaod angeboten zu haben und somit öffentlich zugänglich gemacht zu haben. Diese Straftat konnte Ihm über seine IP-Adresse nachverfolgt werden. Nach § 97 UrhG besteht bei einer Verletzung der Nutzungs- und Verfügungsrechte dem Rechteinhaber ein Anspruch auf Schadensersatz und Unterlassung sowie gemäß § 101 UrhG ein Anspruch auf Auskunft über den Verbleib der entsprechenden Datei. Die media & more GmbH & Co.KG und die DBM Videovertrieb GmbH, die nun vorgeben diese Nutzungsrechte inne zu haben, machen vorliegend eben diese Ansprüche über die gegnerischen Anwälte geltend.

Die Forderungen

Im Speziellen wird von unsrem Mandanten verlangt einen Vergleichsbetrag in Höhe von 900,00 Euro innerhalb einer Frist von zwei Wochen zu begleichen. Des Weiteren soll die beigefügte Unterlassungserklärung, die der Minimierung des Wiederholungsrisikos dienen soll, innerhalb von 10 Tagen unterzeichnet werden. Das Vergleichsangebot enthält auch die Forderungen alle Dateien von dem Computer zu löschen. Sollte unser Mandant das Angebot annehmen, sehe die gegnerische Partei die Sache als erledigt an. Wenn die Fristen jedoch tatenlos verstreichen, könne von einem weiteren gerichtlichen Vorgehen nicht abgesehen werden. Die Anwälte warnen dabei vor steigenden Kosten, die bei einem offiziellen Streitwert von 10.000,00 Euro weit über dem angebotenen Vergleichsbetrag liegen würden.

Empfohlene Vorgehensweise

Wir raten Ihnen ein solches Schreiben durchaus ernst zu nehmen. Der Hinweis auf die steigenden Kosten bei einem Ignorieren ist durchaus berechtigt und folglich sollten Sie nicht untätig bleiben. Wichtig ist dennoch den Forderungen nicht überstürzt nachzukommen. Oftmals sind diese von vornherein überhöht und können durch geschicktes Verhandeln reduziert werden. Unsere Empfehlung ist deshalb einen spezialisierten Anwalt zur Hilfe zu ziehen. Dieser kann Sie unterstützen und gegebenenfalls auch bei der Modifizierung der Unterlassungserklärung helfen.

Gerne helfen wir Ihnen weiter, sollten Sie sich in einer solchen Situation befinden. Nähere Informationen finden Sie unter www.rdp-law.de/abmahnung/blog/.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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