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Fluggastrechte bei Annullierung

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Fluggastrechte bei Annullierung
Wird ein Flug wegen schlechtem Wetter annulliert, kann Fluggästen ein Ausgleichsanspruch gegen die Airline zustehen.

Ein Fluggast hatte einen Flug von Jerez (Spanien) nach Hahn gebucht. Wegen Nebels wurde der Flug annulliert und die Maschine flog statt Jerez Sevilla an und von dort aus weiter zum Flughafen Hahn. Die Fluggesellschaft bot einen Ersatzflug an, der allerdings erst zwei Tage nach dem ursprünglich gebuchten Termin stattfand. Der Fluggast lehnte diesen Ersatzflug ab, buchte einen Flug bei einer anderen Fluggesellschaft und forderte von der Airline einen Ausgleich gemäß der Fluggastrechteverordnung.

Diese Verordnung gewährt einen Ausgleichsanspruch für eine Flugannullierung, wenn die Fluggesellschaft nicht beweisen kann, dass die Annullierung auf außergewöhnlichen Umständen beruht. Für Flüge innerhalb der EU sieht die Verordnung bei Flugstrecken mit mehr als 1500 km einen Ausgleich in Höhe von 400,- Euro vor. Der Bundesgerichtshof hat sich mit diesem Fall befasst und entschieden, dass in solchen Fällen stets im Einzelfall geprüft werden muss, ob die Annullierung vermeidbar gewesen wäre.

(Urteil v. 25.03.2010, Az.: Xa ZR 96/09)

(WEL)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp vom 30.03.2010
aus der Themenwelt Flugausfall und Flugstornierung und dem Rechtsgebiet Reiserecht

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