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Forderungsanmeldung bei P & R - ein Quickcheck

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Im August 2018 werden die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen vom Insolvenzverwalter an die Investoren verschickt.

Höhe der Forderungsanmeldung – Prüfung erforderlich

Die geltend zu machende Forderungshöhe setzt sich aus dem investierten Betrag zuzüglich noch zu erhaltenen und abzüglich bereits gezahlter Mieten zusammen. Die Investoren sollen, die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen, soweit notwendig, korrigieren/ergänzen und unterzeichnet an den Insolvenzverwalter bis zum 14.09.2018 zurücksenden.

Die Investoren müssen also zunächst prüfen, ob die errechneten Beträge richtig sind und ob Aus- und Absonderungsrechte im Einzelfall geltend gemacht werden können.

Vor allem letzteres ist für den juristischen Laien kaum zu prüfen, da es hier insbesondere um die Frage geht, ob die Investoren tatsächlich Eigentum an den Containern erlangt haben. Auch bei etwaig vorliegenden Eigentumszertifikate muss geprüft werden, ob durch diese Eigentum erlangt wurde. Daneben ist noch zu entscheiden, ob es rechtlich und wirtschaftlich Sinn macht, etwaig bestehende Aus- und Absonderungsrechte überhaupt geltend zu machen. 

Eine objektive Hilfestellung des Insolvenzverwalters können die Investoren an dieser Stelle allerdings kaum erwarten. Alle Investoren sollten sich immer vor Augen halten, dass der Insolvenzverwalter nicht ihre Interessen vertritt, sondern er nur das Ziel hat die Masse zu vergrößern.

Es ist etwa nicht auszuschließen, dass der Insolvenzverwalter die Auszahlung der erhaltenen Mieten der letzten vier Jahre anficht, da die Investoren keine Eigentümer der Container geworden sind. 

Er wird dann die Investoren zur Zurückzahlung auffordern. Eine Rückzahlung sollte aber keinesfalls vorschnell vorgenommen werden. Investoren sollten sich in diesem Fall zunächst rechtlichen Rat einholen.

Keine Quote bei fehlerhafter Forderungsanmeldung

Laut Aussage der Insolvenzverwalter müssen der Forderungsanmeldung keine Unterlagen beigefügt werden, da diese selbstverständlich bei den Gesellschaft bekannt seien.

Ob die Forderungen damit auch individualisiert und substantiiert sind, wie die Rechtsprechung es fordert, ist fraglich.

Es ist zu beachten, dass die Forderung nicht für den Insolvenzverwalter, sondern auch für weitere Gläubiger nachvollziehbar sein muss. Nicht ausreichend substantiierte Forderungsanmeldungen können von anderen Gläubigern bestritten werden. Im schlimmsten Fall wird dann keine Quote ausgezahlt und der Gläubiger geht leer aus.

Das OLG München hat etwa entschieden, dass eine fehlende Individualisierung zu einer Unwirksamkeit der gesamten Forderungsanmeldung führt. Der Bitte des Insolvenzverwalters, keine Unterlagen beizufügen, kann für die Investoren daher höchst riskant werden.

Kanzlei WinterWotsch bietet kostengünstigen Quickcheck an!

Die vorausgefüllten Formulare sollten nicht dazu verleiten, die Anmeldung als reine Formsache abzuhaken.

Entscheidend ist, dass die Forderungen im Insolvenzverfahren richtig angemeldet sind. Die Anmeldung ist ausreichend zu individualisieren und zu substantiieren. Allein die Mitteilung der Forderungshöhe ohne diese zu begründen und mit Unterlagen zu unterlegen, wird nicht ausreichen.

Für Investoren, die ihre Forderungen selbst anmelden wollen aber die vorausgefüllte Forderungsanmeldung zuvor von erfahrenen Rechtsanwälten überprüfen lassen wollen, bietet die Kanzlei WinterWotsch einen Quickcheck an.

Wir überprüfen die Plausibilität der vorausgefüllten Forderungsanmeldung. Sollte die Forderungsanmeldung in Ordnung sein, teilen wir dies mit. 

Die Anmeldung muss der Investor dann selbst unterschreiben und versenden.

Der Quickcheck kostet pro Vertrag € 150,00 (brutto).

Für die Prüfung werden neben den vorformulierten Formularen des Insolvenzverwalters die mit P & R abgeschlossenen Verträge sowie die Mitteilung über erhaltene und ausstehende Mieten benötigt.

Rund-um-Sorglos-Paket

Für alle Investoren, die auf „Nummer sicher“ gehen wollen, bieten wir die persönliche und individuelle Vertretung im gesamten Insolvenzverfahren an.

Unser Angebot für Sie:

• Anmeldung der Forderung im Insolvenzverfahren durch erfahrene Rechtsanwälte,

• Vertretung im Berichtstermin in München am 17./18.10.2018,

• Ausübung des Fragerechts der Investoren und

• Ausübung des Stimmrechts in der Gläubigerversammlung,

Aktuelle Informationen und Begleitung im gesamten Insolvenzverfahren

Für Investoren, die rechtschutzversichert sind, übernehmen wir zudem kostenlos die Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung.

Sollten Sie nicht rechtsschutzversichert sein, machen wir Ihnen gerne ein attraktives und individuelles Vertretungsangebot.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne!


Rechtstipp vom 10.08.2018
aus der Themenwelt Unternehmensinsolvenz und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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