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Fristlos gefeuert – Fortsetzung

  • 1 Minuten Lesezeit

Weitere Beispiele für wichtige Gründe zur außerordentlichen fristlosen Kündigung:

Eine Konkurrenztätigkeit kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Dagegen ist eine krankheitsbedingte Minderung der Leistungsfähigkeit in der Regel kein wichtiger Grund. Ausnahme: eine ordentliche krankheitsbedingte Kündigung ist tariflich oder vertraglich ausgeschlossen.

Eine längere Strafhaft kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, wenn Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt werden. Die Verbreitung ausländerfeindlicher Äußerungen ist an sich geeignet, eine außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu begründen.

Ein wichtiger Grund kann auch vorliegen bei leichtfertigen, ungerechtfertigten Strafanzeigen gegen den Arbeitgeber.

Nach § 626 Absatz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) muss eine außerordentliche Kündigung innerhalb von zwei Wochen erklärt werden. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Die Frist kann weder durch Tarifvertrag noch Betriebsvereinbarung verlängert werden.

Besonderheiten gelten bei Dauertatbeständen: Bei eigenmächtigem Urlaubsantritt beginnt die Ausschlussfrist des § 626 Abs. 2 BGB erst mit der Rückkehr des Arbeitnehmers aus dem Urlaub. Fehlt der Arbeitnehmer unentschuldigt, beginnt die Ausschlussfrist für eine hierauf gestützte außerordentliche Kündigung mit dem Ende der unentschuldigten Fehlzeit.

Bei strafbaren Handlungen kann der Abschluss des Straf- oder Disziplinarverfahrens zumeist abgewartet werden.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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