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Fristlos gefeuert – Wie kann man sich wehren?

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Eine mündliche außerordentliche Kündigung („Sie sind fristlos gefeuert!“) ist ohne Weiteres unwirksam. Denn nach § 623 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gilt: die Beendigung von Arbeitsverhältnisses durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.

Nur schriftliche und unterschriebene Kündigungen sind wirksam.

Nach § 626 Absatz 2 Satz 3 BGB muss der Kündigende dem Gekündigten auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen. Allerdings ist die Begründung keine Wirksamkeitsvoraussetzung der außerordentlichen Kündigung. Die Nichtangabe von Kündigungsgründen führt also nicht zur Nichtigkeit der Kündigung.

Wohl aber kann ein Arbeitgeber sich schadensersatzpflichtig machen, wenn er die Begründungspflicht nicht oder verspätet erfüllt. Es ist der Vertrauensschaden zu ersetzen. Dies können z. B. die Prozesskosten des Kündigungsschutzprozesses sein, wenn der Gekündigte bei ordnungsgemäßer oder rechtzeitiger Begründung nicht geklagt hätte.

Jeder Arbeitnehmer kann eine ihm erklärte außerordentliche Kündigung mittels Kündigungsschutzklage angreifen. Er muss dies innerhalb einer Klagefrist von drei Wochen ab Zugang der Kündigung tun. Beispiel: Dem Arbeitnehmer wird die Kündigung am 7. des Monats im Betrieb übergeben; dann muss die Kündigungsschutzklage spätestens am 28. des Monats beim Arbeitsgericht eingegangen sein.

Wird die Rechtsunwirksamkeit einer Kündigung jedoch nicht rechtzeitig, also nicht innerhalb der Dreiwochenfrist, geltend gemacht, so gilt die Kündigung als von Anfang an rechtswirksam. So § 7 Kündigungsschutzgesetz (KSchG).


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht

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