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Führerschein in Gefahr?

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Wenn Ihnen die Entziehung der Fahrerlaubnis droht, ist es wichtig, dass Sie sich frühzeitig anwaltlich beraten lassen, welche Möglichkeiten Ihnen in einem solchen Fall zustehen.

Der Führerschein ist häufig sehr bedeutend für den beruflichen und privaten Alltag. Die Folgen einer Entziehung können weitreichend sein.

Es gibt zahlreiche Gründe für eine Führerscheinentzug. Die häufigsten haben mit Alkohol, Drogen oder Punkten zu tun.

Wenn Sie Post von der Führerscheinbehörde bekommen, sollte schnellstmöglich gehandelt werden. Wir unterstützen Sie und prüfen, ob die von der Behörde angeführten Gründe für eine Entziehung der Fahrerlaubnis rechtmäßig sind.

Die Führerscheinbehörde kann hier zahlreiche Fehler machen, die sich häufig zu Ihren Gunsten auswirken!

Wichtig: Man muss zwischen Entziehung der Fahrerlaubnis und einem Fahrverbot unterscheiden. Ein Fahrverbot dauert 1-3 Monate und man erhält den Führerschein anschließend automatisch zurück. Eine Entziehung der Fahrerlaubnis ist deutlich unangenehmer. 

Den Führerschein erhält man nicht automatisch, sondern nur auf ausdrücklichen Antrag zurück. Oft müssen weitere Bedingungen erfüllt und z. B. erfolgreich eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolviert werden.

Punkte

Wenn Sie 4-5 Punkte beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg haben, bekommen Sie eine schriftliche Ermahnung. Sie werden auf den Punktestand hingewiesen. Außerdem können Sie bis maximal 5 Punkten freiwillig an einem Abbauseminar teilnehmen. Damit können Sie 1 Punkt abbauen.

Haben Sie 6-7 Punkte, dann werden Sie von der Führerscheinstelle verwarnt. Ein Punkteabbau ist dann nicht mehr möglich.

Bei 8 Punkten wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis können Sie dann erst nach 6 Monaten und nur auf Antrag bekommen. Häufig muss zusätzlich eine positive MPU vorgelegt werden.

Hier kann die Behörde Fehler machen. Vor allem bei der Berechnung des korrekten Punktestandes und der Frage, ob auch wirklich ermahnt und verwarnt wurde, drohen Fehler. Dies kann für Sie von Vorteil sein.

Alkohol, Drogen, sonstige Eignungsmängel

Wurde der Führerschein wegen Alkohol oder Drogen entzogen, muss in aller Regel eine positive MPU vorgelegt werden. Dafür muss meistens die Abstinenz für 1 Jahr nachgewiesen werden. Dies passiert durch regelmäßige unangekündigte Tests.

Beim Thema Alkohol wird eine MPU angeordnet, wenn Sie mit 1,6 Promille oder mehr gefahren sind. Aber auch, wenn es allgemeine Anzeichen für Alkoholprobleme, auch außerhalb des Straßenverkehrs gibt, kann eine Überprüfung der Fahreignung angeordnet werden.

Bei sogenannten harten Drogen wie Heroin, Kokain, MDMA und anderen, genügt es schon, dass man diese besitzt. Erfährt die Führerscheinbehörde davon, kann Sie Maßnahmen zur Überprüfung der Eignung anordnen.

Aber auch ganz allgemeine körperliche oder geistige Einschränkungen können Folgen für den Führerschein haben, wenn die Behörde davon erfährt.

Gerade in diesem Bereich sind Fingerspitzengefühl und eine gute Taktik gefragt.

Fahranfänger

Wer einen Führerschein macht, bekommt zunächst eine „Fahrerlaubnis auf Probe“. Die Probezeit liegt bei zwei Jahren, kann sich aber unter Umständen verlängern.

Bei einer schwerwiegenden Zuwiderhandlung, auch A-Verstoß genannt, wird die Probezeit auf insgesamt 4 Jahre verlängert. Schwerwiegend sind alle Verstöße, für die es mindestens einen Punkt gibt. Aber auch zwei kleinere, sogenannte B-Verstöße, führen zur Verlängerung. Zusätzlich muss ein Aufbauseminar besucht werden.

Wer danach einen weiteren A- oder zwei B-Verstöße begeht, dem wird die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen. Wer nicht daran teilnimmt, hat allerdings keine unmittelbaren Konsequenzen zu befürchten. Zur Teilnahme hat man 2 Monate Zeit.

Begeht man danach einen weiteren A- oder zwei B-Verstöße, dann ist der Führerschein weg. Ein neuer kann frühestens nach 3 Monaten erteilt werden. Dazu muss eine MPU absolviert werden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Verkehrsrecht, Verwaltungsrecht, Öffentliches Recht

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