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Geblitzt: BAB 10, AD Barnim, Abs. 16, km 2,0, Tangente in Fahrtrichtung B2- Bußgeld vermeiden!

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Verlässt man die BAB 10 („Berliner Ring“) oder die BAB 11 aus Richtung Prenzlau oder Stettin kommend an der Anschlussstelle Berlin-Weißensee und fährt dann in Richtung der B 2 nach Berlin, so passiert man den mobilen Blitzer kurz vor der Ampel an der Kreuzung zur L 300, welche in Richtung Schwanebeck und Bernau führt. Haben Sie deswegen Post von Zentralen Bußgeldstelle des Landes Brandenburg in Gransee erhalten, so stehen die Erfolgschancen des Einspruchs gegen ein drohendes Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot stehen sehr gut. Statistisch gesehen ist fast jeder Bußgeldbescheid angreifbar.

Eine renommierte Sachverständigen-Organisation hat im Rahmen einer groß angelegten allgemeinen Studie zu mehreren Messgeräten festgestellt, dass bei ca. 2000 überprüften Geschwindigkeitsmessungen 5 Prozent der Messungen technisch fehlerhaft waren, weitere 62 Prozent im Hinblick auf die Beweisführung unbrauchbar waren und 18 % der Bußgeldbescheide formell rechtswidrig waren. Die Ursachen für den Erfolg eines Einspruchs können daher verschieden sein. Bei dieser Messstelle sind es besonders die Fehler des verwendeten Messgerätes vom Typ ESO ES 3.0 oder dessen fast baugleicher Nachfolger ESO ES. 8.0, die der Verteidigung sehr gute Argumente liefern.

Das Grundschema der Geräte ist einfach : Ein Fahrzeug durchfährt eine bestimmte Strecke) in einer bestimmten Zeit, hieraus kann die Geschwindigkeit nach allgemein bekannten physikalischen Grundsätzen berechnet werden. Dabei überqueren mehrere Laser und Infrarotstrahlen die Fahrbahn im rechten Winkel. Aus der Zeit, die für das Passieren der einzelnen Strahlen benötig wird, kann die gefahrene Geschwindigkeit berechnet werden. Allerdings müssen dafür alle notwendigen Parameter eingehalten werden und dieses ist nicht sehr häufig der Fall. Bei den Einseitensensoren werden keine eigenen Strahlen ausgesandt, sondern lediglich die Helligkeitsunterschiede gemessen. Daher kann schon direkte Sonneneinstrahlung die Messung zu Ihren Ungunsten verändern, da dies die Helligkeit beeinflusst. Sämtliche Lichtschrankenmessgeräte und Einseitensensoren bedürfen einer gem. Nr. 18.3 Anhang B zu § 12 EichO ein Jahr gültigen Eichung. Oft wird vergessen, dies regelmäßig zu überprüfen. Daher ist diese nicht selten abgelaufen und die Messung ungültig. Es wurden schon ganze Messreihen für ungültig erklärt und die Betroffenen freigesprochen, weil es an einer gültigen Eichung fehlte. Die Lichtstrahlen sollen senkrecht zur Fahrtrichtung verlaufen. Hierfür muss das Gerät mittels der vom Hersteller mitgelieferten Waage einjustiert werden. Geschieht dies nicht oder wird dieses nicht nachvollziehbar dokumentiert, liegt auch ein Messfehler vor. Auch der Untergrund muss überprüft werden. War oder wird dieser durch Regen aufgeweicht, kann das Messstativ absinken und dann verlaufen die Strahlen auch nicht mehr senkrecht. Bei besonders herausragenden Fahrzeugteilen kann es zu Abtastfehlern kommen. Hier können also durch Messungen unterschiedliche Fahrzeugteile als Anknüpfungspunkt der Messung dienen und dadurch fehlerhafte Messergebnisse liefern. Ob diese oder andere Fehler bei Ihrer Messung auftraten, können Experten für Verkehrsmesstechnik durch eine Analyse Ihrer Rohmessdaten und Messprotokolle feststellen.

Rechtsanwalt Andreas Junge lässt daher von einem unabhängigen Sachverständigen ein Gutachten für Ihre Messung anfertigen. Dessen Kosten sowie die gesamten Verfahrenskosten werden von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen. In dem Gutachten werden die gefundenen Fehler benannt und deren Auswirkung auf Ihre Messung begründet. Durch die Einarbeitung in einen Beweisantrag kann das hier zuständige Amtsgericht Bernau von der Ungenauigkeit der Messung überzeugt werden. Das Ergebnis ist ein Freispruch oder die Einstellung Ihres Verfahrens. Bußgeld, Punkte und Fahrverbot können nicht mehr ausgesprochen werden.

Jährlich verteidigt Rechtsanwalt Andreas Junge bundesweit in ca. 1000 Bußgeldverfahren und er ist Fachanwalt für Strafrecht. Damit hat er das Wissen und die Erfahrung, um Sie optimal zu beraten und zu verteidigen.

Senden Sie einfach Ihre Fragen per mail oder rufen Sie in der Kanzlei von Rechtsanwalt Andreas Junge an. Die anwaltliche Erstberatung in jedem Fall kostenfrei. Eine kurzfristige Kontaktaufnahme ist auch über Handy : 01792346907 möglich. Telegram, TelegrammX, Signal und WhatsApp stehen als Messenger zur Verfügung.

 



Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht

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