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Geblitzt: BAB 10, km 71,4 in Fahrtrichtung Ludwigsfelde- Bußgeld vermeiden!

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Der mobile Blitzer wird in einem Spezialanhänger aufgestellt und zwar auf der BAB 10 in Fahrtrichtung Potsdam ca. 700 m nach der Anschlussstelle Genshagen. Diese relativ neue Messstelle ist besonders tückisch, da die Strecke zwar freigegeben ist, aber ca. 275 m vor dem Blitzer die Höchstgeschwindigkeit reduziert wird. Die ausreichende Beschilderung verspricht für die Rechtsfigur des sogenannten "Augenblicksversagens" nur bedingten Erfolg. Jedoch ist hier ein Einspruch gegen ein drohendes Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot sehr erfolgversprechend. Sind es doch die Schwächen des hier verwendeten Messgerätes vom Typ Poliscan Speed, die der Verteidigung sehr gute Argumente liefern.

In umfangreichen Testserien konnte festgestellt werden, dass bei mindestens fünfzig Prozent der Messungen des Gerätetyps die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit nicht mit der angezeigten übereinstimmt. Die Fixierung in dem Anhänger ist nicht immer fest genug, bzw. dieser ist nicht exakt genug aufgestellt, um die zwingend erforderliche Parallelität zur Fahrbahn zu gewährleisten. Ist diese aber nicht gegeben, werden die Messungen auch verfälscht. Das Gerät bedarf einer gem. Nr. 18.3 Anhang B zu § 12 EichO ein Jahr lang gültigen Eichung. Oft vergessen, die Frist zu überprüfen. Ist diese aber bei dem eingesetzten Gerät abgelaufen, ist entweder die Messung zu annullieren oder ein sehr hoher Toleranzbereich zuzubilligen. Nach der Anmeldung, der Standortbestimmung und der Kontrolle von Datum und Uhrzeit ist die Justage des Gerätes notwendig. Von besonderer Bedeutung für die Richtigkeit der Messung ist die richtige Einstellung des Schwenkwinkels, der anhand des Abstands des mobilen Gerätes zum Fahrbahnrand ermittelt wird. Da dafür die Sorgfalt des Bedieners entscheidend ist, kommen hier häufig Fehler vor. Ist der Schwenkwinkel aber nicht exakt eingestellt, fehlt es wieder an der Genauigkeit der Messung. Für die Auswertung des Fotos ist die vom Hersteller mitgelieferte digitale Auswerteschablone von entscheidender Bedeutung. Wird diese nicht genau wie in der Bedienungsanleitung aufgelegt, ist die Auswertung auch fehlerhaft. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Sie zeigt aber die Vielzahl von möglichen Fehlern bei Ihrer konkreten Messung.

Rechtsanwalt Andreas Junge lässt daher zu Ihrer Messung ein technisches Gutachten erstellen. Der Sachverständige für Verkehrsmesstechnik wertet die Rohmessdaten und Messprotokolle aus. Die dabei gefundenen Fehler und deren negative Auswirkung auf Ihr Messergebnis werden schriftlich begründet. Damit ist die Grundlage für Beweisanträge gegeben, mit denen dem hier zuständigen Amtsgericht Zossen die Ungenauigkeit Ihrer Messung nachgewiesen wird. Das Ergebnis ist ein Freispruch oder zumindest die Einstellung des Verfahrens.  Bußgeld, Punkte und Fahrverbot können nicht mehr ausgesprochen werden. Sämtliche Verfahrenskosten, einschließlich des Gutachters, werden von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen.

Jährlich verteidigt Rechtsanwalt Andreas Junge bundesweit in ca. 1000 Bußgeldverfahren und er ist Fachanwalt für Strafrecht. Damit hat er das Wissen und die praktische Erfahrung, um Sie optimal zu beraten und zu verteidigen.

Senden Sie einfach Ihre Fragen per mail oder rufen Sie in der Kanzlei von Rechtsanwalt Andreas Junge an. Die anwaltliche Erstberatung in jedem Fall kostenfrei. Eine kurzfristige Kontaktaufnahme ist auch über Handy : 01792346907 möglich. Telegram, TelegrammX, Signal und WhatsApp stehen als Messenger zur Verfügung.






Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht

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