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Gerichtlichen Mahnbescheid erhalten kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist. Was ist zu tun?

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Gerichtlicher Mahnbescheid

Alle Jahre wieder liegt im Januar ein gelber Briefumschlag mit einem gerichtlichen Mahnbescheid im Briefkasten. Nachdem der erste Anflug von Panik verfolgen ist, schaut man sich diesen genauer an und erinnert sich daran, dass man bei jemanden vor fast drei Jahren eine Leistung in Anspruch genommen hat.

Ablauf der Verjährungsfrist

Ansprüche verjähren in der Regel in drei Jahren nach deren Entstehen. Werden sie nicht gerichtlich geltend gemacht und nicht bezahlt, kann der Gläubiger seine Forderung nicht mehr durchsetzen. Die kostengünstigste Variante, um dies zu verhindern, ist, einen Mahnbescheid online in wenigen Minuten zu beantragen. Dieser hemmt die Verjährung.

Falsche Angaben im Mahnbescheid

Da der Gläubiger meist kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist den Mahnbescheid beantragt, kommt es häufig zu Fehlern. Der wichtigste dabei sind falsche Angaben zum Streitgegenstand bzw. zur Hauptforderung. Der Streitgegenstand ist dabei der „Grund“ für die Geltendmachung des Anspruchs. Wenn also im Falle einer nicht gezahlten Zahnarztrechnung im Feld Hauptforderung „Rechnung aus Zeitungsabo“ steht, dann ist die Verjährung gehemmt.

Der BGH hat Urteil vom 16.07.2015 Az. III ZR 238/14 beispielsweise entschieden, dass die Zustellung eines Mahnbescheids die Verjährung nicht hemmt, wenn der Antragsteller Falschangaben zur angeblichen Gegenleistung macht.

Daher lohnt sich ein genaues Hinschauen bzw. eine anwaltliche Überprüfung. Zahlen Sie nicht sofort und lassen Sie sich professionell beraten. Vielleicht haben Sie Glück und die Forderung ist verjährt. Ich helfe Ihnen gerne und bin bundesweit für Sie tätig.


Rechtstipp vom 13.01.2018

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            Rechtsanwalt Tsanko Kalchev (T.K. Legal) Rechtsanwalt Tsanko Kalchev

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