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Gerichtsverfahren in den USA: Was man wissen sollte!

Rechtstipp vom 24.11.2017
Rechtstipp vom 24.11.2017

Eine gerichtliche Auseinandersetzung in den USA ist nicht nur zeitintensiv und teuer, sondern der Ausgang eines Verfahrens in den USA ist oft auch recht ungewiss. Schon für US-Bürger ist ein Prozess in Amerika häufig belastend. Umso mehr sollten Sie sich als Europäer zunächst um eine außergerichtliche Einigung bemühen, um einen Prozess in den USA zu vermeiden.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was Sie bei einem Rechtsstreit in den USA erwartet und welche Besonderheiten zu beachten sind.

Andere Prozessphilosophie

In den USA treiben nicht die Richter, sondern die Rechtsanwälte die Verhandlung voran. Dadurch hat der Richter generell weniger Kontrolle über den Verlauf und die Ökonomie des Prozesses. Die Wahrheit soll durch die Anwälte nach dem „adversarial system“ (Streitsystem) ans Licht kommen. Die US-amerikanische Prozessphilosophie beruht im Kern auf diesem System, das allerdings einige Probleme mit sich bringt.

Viele Faktoren beeinflussen den Prozessausgang

In Deutschland prüfen Anwälte anhand der Gesetzeslage, wie die Aussichten auf Gewinn des Prozesses sind. Bei einer positiven Prognose ist die Motivation für ein Gerichtsverfahren entsprechend höher.

Anders in den USA: Hier ist es wesentlich komplexer, die Aussicht auf Erfolg eines Gerichtsprozesses einzuschätzen. Denn der Ausgang eines Prozesses in den USA ist nicht nur von der tatsächlichen Rechtsposition abhängig. Vor allem die Kompetenz der Anwälte, die Nähe zum Gerichtsbezirk und andere „weiche“ Faktoren spielen eine entscheidende Rolle. Wenn Sie rechtlich betrachtet die stärkere Position haben, bedeutet das also dennoch nicht automatisch, dass Sie den Prozess in den USA mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen.

Verfahrenskosten in US-Verfahren

Einer der größten Unterschiede zwischen deutschen und US-amerikanischen Prozessen ist die Verteilung der Verfahrenskosten: In Deutschland trägt meist der Verlierer die gesamten Kosten der gerichtlichen Streitbeilegung – also die eigenen Kosten und die der anderen Partei. Je besser die Prognose zu Beginn ist, desto geringer ist also das finanzielle Risiko. Ein Prozess wird dann eher in Kauf genommen, weil das Kostenrisiko überschaubar und kalkulierbar ist.

In den USA dagegen trägt jede Partei die eigenen Gerichts- und Anwaltskosten. Also kann es trotz einer günstigen Rechtsposition unwirtschaftlich sein, einen finanziellen Anspruch gerichtlich durchzusetzen.

Auswahl der US-Kanzlei kann Streit entscheiden

Ein Prozess ist aber – auch in den USA – nicht immer vermeidbar. Müssen Sie auf eine Klage in den USA reagieren, müssen Sie zunächst drei Dinge besitzen: Geld, Ausdauer und die richtige Kanzlei für Ihren Fall! Fachlich muss die Kanzlei zu Ihnen passen und auch sprachlich sollten natürlich in beide Richtungen keine Barrieren bestehen: Ihr Anwalt für einen US-Prozess sollte deshalb sowohl perfekt mit Ihnen auf Deutsch kommunizieren können als auch mit der amerikanischen (Schrift-)Sprache und Fachtermini bestens vertraut sein!

Idealer Ansprechpartner für Ihren Gerichtsprozess in den USA!

Ich bin gebürtiger US-Amerikaner und sowohl in Deutschland als auch in den USA als Rechtsanwalt zugelassen. Der Rechtsvergleich USA-Deutschland ist daher Inhalt meiner langjährigen Berufserfahrung.

Mit dieser seltenen fachlichen Kombination, meiner zweisprachigen Beratung und Erfahrung in der US-amerikanischen Prozesspraxis bin ich für Sie Ihr erster Ansprechpartner für rechtliche Auseinandersetzungen und Gerichtsverfahren in den USA.

Ich berate Sie sowohl bei der Beurteilung Ihrer Rechtsposition als auch bei der Auswahl einer geeigneten US-amerikanischen Kanzlei für die Prozessführung in den Vereinigten Staaten und unterstütze bei Bedarf die Kommunikation mit Ihrer Kanzlei vor Ort in den USA!

Für alle Fragen und Anliegen zu deutsch-amerikanischen Rechtsstreitigkeiten erreichen Sie mich per E-Mail oder unter der angegebenen Rufnummer.



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