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Gesetzliche Erbfolge

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Die gesetzliche Erbfolge ist in den § 1924 bis § 1936 BGB geregelt. Als gesetzliche Erben kommen vorrangig die Verwandten und der überlebende Ehegatte/Lebenspartner in Betracht.

Gesetzliche Erben 1. Ordnung

Die gesetzlichen Erben der ersten Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers.

Gesetzliche Erben 2. Ordnung

Die gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Gesetzliche Erben 3. Ordnung

Die gesetzlichen Erben der dritten Ordnung sind die Großeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Gesetzliche Erben 4. Ordnung

Die gesetzlichen Erben der vierten Ordnung sind die Urgroßeltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Entfernte Erbordnungen

Die gesetzlichen Erben der fünften Ordnung und der ferneren Ordnungen sind die entfernteren Voreltern des Erblassers und deren Abkömmlinge.

Rangfolge der Ordnungen

Ein Verwandter ist nicht zur Erbfolge berufen, solange ein Verwandter einer vorhergehenden Ordnung vorhanden ist.

Erbrecht der Ehegatten

Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.

Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.

Gesetzliches Erbrecht des Staates

Ist zur Zeit des Erbfalls kein Verwandter, Ehegatte oder Lebenspartner des Erblassers vorhanden, erbt das Land, in dem der Erblasser zur Zeit des Erbfalls seinen letzten Wohnsitz oder, wenn ein solcher nicht feststellbar ist, seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Im Übrigen erbt der Bund.

Erbeinsetzung durch letztwillige Verfügung

Der Erblasser kann durch eine einseitige Verfügung von Todes wegen einen Erben bestimmen (Testament).

Rechtsanwalt Frank Weiland, Zella-Mehlis


Rechtstipp vom 29.11.2016
aus den Rechtsgebieten Erbrecht, Familienrecht

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