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Gewährleistung beim Gebrauchtwagenkauf

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Der Kauf eines Gebrauchtwagens ist Vertrauenssache, aber es gibt dennoch einige Unterschiede zwischen dem Kauf beim Händler und von Privaten zu beachten.

Kauf beim Händler 

Grundsätzlich gilt für jeden Kaufvertrag eine gesetzliche Sachmängelgewährleistung von 2 Jahren. Bei Gebrauchtwagen ist es zulässig, dass der Händler seine Sachmängelgewährleistung auf ein Jahr verkürzt, jedoch ist ein gänzlicher Ausschluss der Gewährleistung für den Händler unzulässig.

Kauf von Privaten

Beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges von einem Privatmann ist zu beachten, dass dieser die gesetzlich vorgesehene Sachmängelgewährleistung grundsätzlich in Gänze ausschießen kann, was üblicherweise auch getan wird.

Ein solcher Ausschluss bedeutet, dass der private Verkäufer im Grunde für keine bestehenden Mängel am Fahrzeug haftet.

Trotz eines Gewährleistungsausschlusses haftet der Verkäufer jedoch für etwaig getätigte Garantiezusagen und arglistig verschwiegene Mängel.

Eine Garantiezusage liegt dann vor, wenn der Verkäufer (auch konkludent) erklärt, für das Vorhandensein einer bestimmten Eigenschaft die Gewähr zu übernehmen. In diesem Fall haftet auch der private Verkäufer für das Fehlen der Eigenschaft.

Ob im Einzelfall eine Garantiezusage oder lediglich eine Anpreisung vorliegt, ist eine Frage des Einzelfalls.

Arglistig verschweigt der Verkäufer dann Mängel, wenn er wissentlich vorhandene Mängel nicht offenbart. Insbesondere wesentliche Mängel (z. B. Unfallschäden) muss der Verkäufer auch ohne konkrete Nachfragen des Käufers von sich aus offenbaren.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Allgemeines Vertragsrecht, Kaufrecht, Zivilrecht

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