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Gewerbemietrecht - bitte beachten!

Rechtstipp vom 18.06.2014
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Rechtstipp vom 18.06.2014
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Ein jeder Gewerbemietvertrag sollte von beiden Parteien eingehend auf Ausgewogenheit, individuelle Passgenauigkeit und Klarheit überprüft werden. Nicht selten werden Muster und Vorlagen aus dem Internet oder aus Fachbüchern verwendet, die gar nicht auf das jeweilige Mietobjekt passen – dann ist im Zweifelsfall die Rechtslage unklar, und die Parteien müssen im Eskalationsfall vor Gericht. Ein Gewerbemietvertrag sollte daher immer speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse der Vertragsparteien zugeschnitten sein. Ein Anwalt für Gewerbemietrecht kann dabei behilflich sein, rechtliche Fallstricke zu vermeiden und einen ausgewogenen Vertrag zu erstellen.

Vor Vertragsschluss gilt: Besichtigung!

Bevor ein Vertrag geschlossen wird, sollte das Mietobjekt selbstverständlich eingehend besichtigt werden. Niemand sollte sich auf Ausschreibungen im Internet verlassen, sondern sich selbst ein Bild der Lage machen. Dies hat auch den Vorteil, dass im Vertrag beispielsweise die Ausstattung „wie bei Besichtigung“ festgelegt werden kann. Allerdings sollte auch dann eine genaue Aufzählung im Vertrag erfolgen, denn ansonsten ist im Zweifelsfall vor Gericht unklar, wie der Zustand bei Besichtigung tatsächlich war.

Mischverträge werden zum Problem

Sollte ein Mietobjekt teilweise als Wohnungsraum, teilweise als Gewerbefläche genutzt werden, stellt sich die Frage, nach welchen Vorschriften sich die Parteien richten müssen. Bei diesen sogenannten Mischverträgen kommt es laut geklärter Rechtsprechung nicht darauf an, in welchem Verhältnis die Wohnraummiete zur Gewerbemiete steht, sondern es wird auf den Zweck des Vertrages abgestellt. Entscheidend ist also nicht, wie viel Quadratmeter die Wohnung beim Mietobjekt gegenüber den Gewerberäumen beträgt, sondern wo der Schwerpunkt liegt.

Beendigung eines Gewerbemietverhältnisses

Das Beendigen eines Mietvertrages über Gewerberäume ist etwas anders als im Wohnungsraummietrecht. Die Möglichkeiten hierfür reichen von einfacher Kündigung in fristloser oder fristgemäßer Weise (außerordentlich oder ordentlich), durch einen Aufhebungsvertrag oder durch vertraglich festgelegten Zeitablauf. Diese Modalitäten sollten dringend im Gewerbemietvertrag bezeichnet werden. Auch müssen hier die Besonderheiten des Gewerbemietrechts Beachtung finden: Beispielsweise ist eine Eigenbedarfskündigung wie im Wohnungsraummietrecht für den Vermieter nicht möglich!

Vertragsmuster aus dem Internet?

Vielfach werden Vorlagen und Vertragsmuster aus dem Internet verwendet, um sich die Kosten für die eigene Vertragserstellung zu sparen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass das jeweilige Mietobjekt nie in seiner Eigenheit einen Niederschlag im Vertrag findet – die im Internet oder in Fachbüchern zugänglich gemachen Vertragsmuster sind lediglich eine Hilfe, Verträge zu erstellen, ersetzen jedoch nicht eine professionelle Rechtsberatung im Gewerbemietrecht. Insbesondere bei größeren Projekten oder sehr langen Mietzeiträumen muss eine Kanzlei für Gewerbemietrecht eingeschaltet werden, damit das Mietobjekt in seiner Individualität beachtet wird und den Bedürfnissen beider Mietparteien in ausgewogener Weise nachgekommen werden kann. Nur so ist sichergestellt, dass alle zukünftigen Geschehnisse auch in einem abgesicherten rechtlichen Rahmen stattfinden.

Gerne können Sie uns kontaktieren!

Bei jeder Frage zum Gewerbemietrecht können Sie unsere Kanzlei in Hannover (auch bundesweit) kontaktieren und in einer kostenlosen Erstberatung wichtige Fragen klären lassen. Hierfür stehen wir Ihnen unter 0800 / 100 41 04 zur Verfügung, aber auch per Live-Chat unter www.recht-freundlich.de und per Email kanzlei@recht-freundlich.de. Wir freuen uns auf Sie!


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

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