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Golden Gate GmbH insolvent: nächste Anleihe in Not

Rechtstipp vom 06.10.2014
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Rechtstipp vom 06.10.2014
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02.10.2014: Einer Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge wird das Immobilienunternehmen Golden Gate GmbH am heutigen Donnerstag beim Amtsgericht München einen Antrag auf Insolvenz in eigener Regie stellen. Die Zielvorgabe sei hier eine möglichst zügige Sanierung in eigener Verwaltung. Insofern bewahrheiteten sich die seit geraumer Zeit kursierenden Gerüchte im Hinblick auf eine mögliche Schieflage der Gesellschaft.

Der bisherige Geschäftsführer Uwe Rampold, der zwischenzeitlich im Rahmen eines Interviews gesagt habe, die durch das Unternehmen begebene Anleihe notfalls aus eigener Tasche bezahlen zu wollen, hat laut dem Bericht der FAZ heute Morgen mit sofortiger Wirkung seine Ämter als Geschäftsführer der Golden Gate GmbH sowie aller Tochtergesellschaften niedergelegt. Die Geschäftsführung übernehme Hans Volkert Volckens, bisher schon Geschäftsführender Gesellschafter der auf die Sanierung von Immobilienfonds und Immobiliengesellschaften spezialisierten Beratungsgesellschaft Immobilis Trust GmbH.

Die der Unternehmensschieflage zugrunde liegenden Schwierigkeiten beruhen wohl unter anderem auf den jedenfalls bisher gescheiterten Versuchen, das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig zu verkaufen. Auch die Liegenschaften des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses Amberg hätten nach etlichen unterschiedlichen Versuchen der Nutzungszuführung mindestens kurzfristig keinen Käufer gefunden. Als interessantes Detail stellt die Frankfurter Allgemeine Zeitung heraus, dass es im Verlaufe des heutigen Vormittages zwei unterschiedliche Unternehmensmeldungen durch zunächst Uwe Rampold und sodann durch die neue Unternehmensführung gegeben habe, die darauf schließen ließen, dass sich das Unternehmen und Rampold künftig möglicherweise als Gegner gegenüberstünden.

Die Unternehmensanleihe, über die Golden Gate immerhin 30 Millionen € eingesammelt hatte, würde zum 11. Oktober fällig, darüber hinaus zusätzlich der Kupon in Höhe von knapp 2 Millionen €. Die neue Geschäftsführung habe angekündigt, die Bestellung eines Gläubigerausschusses zu beantragen und darüber hinaus zu klären, welche Ansprüche gegenüber Uwe Rampold möglicherweise bestehen könnten.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist regelmäßig mit hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten beschäftigt und hat sich insbesondere auf dem Gebiet der effektiven Geltendmachung und Durchsetzung bestehender Ansprüche eine außerordentliche Expertise erarbeitet. Wir empfehlen allen betroffenen Gläubigern in dieser Sache, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Erfahrungen und Sicherung bestehenden Kapitaleinsatzes zu prüfen und gegebenenfalls zu unternehmen. In Frage kommen könnten hier neben Schadensersatzforderungen in verschiedene Richtungen möglicherweise auch Ansprüche durch die sogenannte Prospekthaftung. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Sachstandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


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