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Google-Bewertung mit Anwalt löschen? Wer trägt die Kosten? Wie sollen Unternehmen vorgehen?

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Unternehmen und Selbständige, die eine schlechte Google-Bewertung erhalten haben, möchten diese in der Regel löschen lassen. Dies ist verständlich, da sich negative Google-Bewertungen direkt auf den Umsatz auswirken und auch das geschäftliche Image nachhaltig schädigen.

Betroffene können sich jedoch zur Wehr setzen und gegen geschäftsschädigende Bewertungen vorgehen.

Damit sich die Kosten für ein Vorgehen gegen eine schlechte Google-Bewertung in Grenzen halten, sollten einige Punkte beachtet werden.

Was sollten Unternehmen tun, wenn sie auf Google schlecht bewertet werden?

  1. Im ersten Schritt sollte die Bewertung beweissicher dokumentiert werden. Es ist dabei ausreichend, einen Screenshot der Bewertung anzufertigen. Dieser Screenshot kann im Laufe des weiteren Verfahrens hilfreich sein, wenn Bewertungen in der Zwischenzeit entfernt werden und es um die Klärung der Kostenfrage geht (nutzen Sie gerne die Erweiterung Atomshot – bitte googlen)
  2. Im nächsten Schritt sollten die Unternehmen Google über den Rechtsverstoß in Kenntnis setzen. Dies kann über das entsprechende Web-Formular geschehen, welches Google für die Bewertungsfälle bereithält. Hier sollte Google eine Frist von etwa 14 Tagen zur endgültigen Erledigung der Angelegenheit gesetzt werden
  3. Reagiert Google auf die Information unter Punkt 2) nicht oder nicht wie gewünscht, lohnt sich der Gang zum Anwalt, da sich Google nun im Zweifel bereits in Verzug befindet
  4. Gang zum Anwalt – Übernahme des Falles durch einen Rechtsanwalt
  5. Klärung der Kostenübernahme mit der Rechtschutzversicherung
  6. Außergerichtliche Vertretung des Unternehmens gegen Google durch einen Rechtsanwalt
  7. Klärung des Prozessrisikos
  8. Einstweilige Verfügung/Klage gegen Google
  9. Umfassende Beratung vor, während und nach Abschluss des Falles

Google haftet mit Kenntnisnahme des Rechtsverstoßes und ist damit auch den geschädigten Unternehmen zum Schadensersatz verpflichtet. Der Schadensersatz beinhaltet auch die Anwaltskosten. Erfahrungsgemäß weigert sich Google zwar, die anwaltlichen Kosten auf der außergerichtlichen Ebene zu übernehmen – im gerichtlichen Verfahren kann dies jedoch gegenteilig aussehen.

Wer trägt die Kosten, wenn Unternehmen mit einem Anwalt gegen eine Google-Bewertung vorgehen möchte?

Viele Unternehmen sind rechtsschutzversichert. In diesem Fall sollte zunächst geklärt werden, ob die Rechtschutzversicherungen die anwaltlichen Kosten für eine Vertretung gegen Google übernehmen. Zielführend ist es, die Klärung der Übernahme der Kosten durch die Rechtschutzversicherung durch einen Anwalt nach dessen Beauftragung durchführen zu lassen.

Wie sind die Erfolgsaussichten der Löschung einer Bewertung bei Google?

Google löscht Tatsachen, die nicht der Wahrheit entsprechen (hier muss entsprechend argumentiert werden) und auch Schmähkritiken (böse Anfeindungen). Zudem löscht Google Bewertungen, wenn diese offensichtlich nicht von Kunden, ehemaligen Patienten oder Arbeitnehmern stammen. Allerdings gibt es immer wieder Fälle, in denen Google auch in diesen Fällen eine Entfernung verweigert. Hier ist in Unternehmen anzuraten, nachzuhaken.

Aus der Erfahrung der letzten Jahre wissen wir, dass Google phasenweise mit der Anzahl der Löschanträge schlichtweg überlastet ist. So kann es vorkommen, dass der ein oder andere Fall vergessen wird. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass Google die Fälle nach entsprechender Monierung unverzüglich weiterbearbeitet.

So kann man im Ergebnis festhalten, dass die Erfolgsaussichten sehr gut sind, wenn Lügen verbreitet werden oder wenn es zu Beleidigungen kommt. Werden jedoch lediglich Meinungen geäußert (die Firma ist schlecht, das Produkt hat mir nicht gefallen, der Arzt ist arrogant...), kann man davon ausgehen, dass Google die entsprechende Bewertung nicht entfernt.

Erfahrung mit Google-Bewertungen

In den letzten Jahren haben wir zahlreiche Bewertungsfälle überprüft und auch entsprechende gerichtliche Verfahren für unsere Mandanten geführt. Auch haben wir bereits mehrfach mit Google über die „Bewertungsproblematiken“ gesprochen und hierbei wichtige Erfahrungen gesammelt. 

Wir sehen auf den ersten Blick, ob ein Vorgehen gegen eine negative Bewertung auf Google Sinn macht oder nicht. Die Zeit für eine Erstberatung entfällt und wir können den Unternehmen direkt helfen. Die Erfolgsaussichten teilen wir den Unternehmen und Selbstständigen bereits mit der ersten Kontaktaufnahme mit. Für Rückfragen stehen wir den Unternehmen mit einem spezialisierten Team Rede und Antwort. Nach erfolgreichem Abschluss der Angelegenheit freuen wir uns auf eine nachhaltige Geschäftsbeziehung – auf Augenhöhe mit unseren Mandanten. Wir beraten Sie gerne.


Rechtstipp vom 24.04.2018
Aktualisiert am 26.04.2018
aus der Themenwelt Haftung für Inhalte und dem Rechtsgebiet Gewerblicher Rechtsschutz

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