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Großbritannien: biometrische Aufenthaltsgenehmigungen

Rechtstipp vom 16.11.2018
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Rechtstipp vom 16.11.2018
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Seit März 2015 erteilt das britische Innenministerium biometrische Aufenthaltsgenehmigungen (Biometric Residence Permit; BRP) für Drittstaatsangehörige, die weder EU/EWR-Staatsangehörige noch solche der Schweiz sind und die ihr Visum im Ausland mit einer Gültigkeit von mehr als 6 Monaten beantragen. Die Einführung des neuen BRP-Prozesses erfolgt in mehreren Phasen voraussichtlich bis zum Juli 2015.

Bisher haben Drittstaatsangehörige, die ihr Visum mit einer Gültigkeit von über 6 Monaten im Ausland beantragt haben, bei einer britischen Auslandsvertretung eine Visummarke in den Pass eingetragen bekommen. Die Gültigkeit dieser Marke entsprach der Gültigkeit des beantragten Visums. Nun erhalten diese Visum-Antragsteller eine Reise-Vignette mit einer Gültigkeit von 30 Tagen und ein Genehmigungsschreiben, in dem sie beraten werden, wo sie Ihre BRP in Großbritannien abholen können. 

Innerhalb des Zeitraums von 30 Tagen müssen die Visum-Antragsteller nach Großbritannien einreisen und dort bei einer ausgewiesenen Poststelle ihre BRP innerhalb von 10 Tagen nach ihrer Ankunft abholen. Die Poststelle wird im Rahmen des Antragsverfahrens festgelegt. Die Besitzer der Reise-Vignette können aus Großbritannien ausreisen oder auch bereits ihre Arbeit in Großbritannien beginnen, bevor die BRP ausgestellt ist.

Bis die BRP ausgestellt ist, dokumentiert die Reise-Vignette den rechtmäßigen Aufenthaltsstatus in Großbritannien. Ausländische Arbeitnehmer müssen stets in der Lage sein, sich mit der gültigen Reise-Vignette auszuweisen.

Die Visumgebühren werden durch die Ausstellung der BRP nicht erhöht.

Als Sanktionen für die Nichteinholung der BRP entsprechend den Anweisungen im Genehmigungsschreiben kann die Erteilung versagt werden mit der Konsequenz, dass die BRP erneut zu beantragen ist. Außerdem kann dies dazu führen, dass ein Ausreiseverbot sowie finanzielle Strafen verhängt werden. 


Rechtstipp aus der Themenwelt Verwaltung und Behörde und dem Rechtsgebiet Internationales Wirtschaftsrecht

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