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GSI Triebwerksfonds 3: Schadensersatz für Anleger

Rechtstipp vom 23.03.2017
(3)
Rechtstipp vom 23.03.2017
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Die Anleger des GSI Triebwerksfonds 3 sollen nur 10 % des investierten Kapitals zurückerhalten. Hinzu kommt, dass sie möglicherweise Ausschüttungen gemäß § 172 Abs. 4 HGB wieder zurückzahlen müssen. Geschädigte haben aber möglicherweise Schadensersatzansprüche, um ihre vollständige Investition zurück zu erlangen.

Vermietung von Flugzeugtriebwerken als Geschäftskonzept

Die GSI Triebwerke Drei GmbH & Co. KG erwarb als Emittent des Fonds zehn Triebwerke, die zu verschiedenen Laufzeiten an verschiedene Fluglinien vermietet wurden. Die zehn Triebwerke kosteten zusammen 63 Millionen US-Dollar. Anleger konnten sich mit einer Mindestinvestition ab 15.000 US-Dollar am GSI Triebwerksfonds 3 beteiligen. Insgesamt belief sich das Anlagevolumen auf 26 Millionen US-Dollar. Die gebrauchten Maschinen sollten als sogenannte „Spare-Engins“, also Ersatzturbinen vermietet werden. Die Triebwerke wurden über Leasingverträge an verschiedene Flugunternehmen vermietet, mit Restlaufzeiten von 1 bis 5 Jahren. Der Fonds rechnete mit Anschlussverträgen, die letztlich zum Verkauf der Turbinen führen sollten.

Fonds verspekuliert sich

In den Jahren nach der Auflage des GSI Triebwerksfonds 3 stürzten aber die Mietpreise ab. Aufgrund der niedrigen Zinsen kauften Fluggesellschaften Triebwerke gleich selbst. Für die Vermietung bestand daher kein Markt mehr. Viele Unternehmen legten außerdem weite Teile ihrer Flotten still. Mehrere der Turbinen des GSI Triebwerksfonds 3 konnten über längere Zeit nicht weitervermietet werden. Schließlich blieb auch der Verkaufspreis der Turbinen weit hinter den Vorstellungen zurück. Die Liquidation der GSI Triebwerke Drei GmbH & Co. KG am 27. Oktober 2016 war die logische Konsequenz.

Schadensersatzansprüche für Anleger

Die Leidtragenden sind, wie so oft, die Anleger des GSI Triebwerksfonds 3. Sie können aber unter Umständen Schadensersatzansprüche haben. Wer vor der Anlageentscheidung nicht ausreichend über sämtliche wesentlichen Umstände und Risiken des Fonds aufgeklärt wurde, kann das verlorene Geld von seinem Anlagevermittler oder Berater ersetzt verlangen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss die Beratung anleger- und anlagegerecht seien (BGH, Urteil v. 6.7.1993, XI ZR 12/93). Das heißt einfach ausgedrückt, das Anlageprodukt muss zum Anleger passen und der Berater muss den Anleger auf alle wichtigen Risiken hinweisen. Insbesondere muss ein Berater auch Provisionen, die er für die Vermittlung des Fonds erhält – sogenannte „Kick-Backs“ – ungefragt offenlegen.

Verjährung droht

Geschädigten Anlegern muss geraten werden, sich zeitnah an eine auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei zu wenden. Schadensersatzansprüche unterliegen der Verjährung. Die Kanzlei KMP3G Rechtsanwälte hat jahrzehntelange Erfahrung im Kapitalanlagerecht. Ansprechpartner für alle Fragen zum GSI Triebwerksfonds 3 ist Rechtsanwalt Johannes Goetz.

Johannes Goetz, Rechtsanwalt für Wirtschaftsrecht, Bankrecht und Kapitalanlagerecht


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