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Güteantrag hemmt die Verjährung im VW-Dieselskandal – und dies auch noch kostengünstig

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Besitzer eines manipulierten Diesel-Pkw von VW müssen bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen auf die Verjährung achten. Die Ansprüche aus dem Dieselskandal verjähren zum Ende dieses Jahres. Da der Skandal im September 2015 öffentlich wurde, gilt in solchen Fällen das Jahresende 2018 als Verjährungsdatum. Der Vorwurf lautet in dieser Konstellation auf sittenwidrige Täuschung, was bei den VW-Manipulationen durchaus begründet werden kann und so die deliktische Haftung von Volkswagen zur Folge hat.

Für betroffene Autobesitzer ist es wichtig, rechtzeitig aktiv zu werden. Sie können die Verjährung durch eine eigene Klage am effektivsten hemmen. Obwohl viele Klagen bislang vor Gerichten bereits erfolgreich waren, ist ein Erfolg jedoch weiterhin für viele VW-Besitzer nicht sicher genug vorhersagbar und so scheuen viele die Klage. Hierzu trägt auch bei, dass VW in der zweiten Instanz regelmäßig einen Vergleich sucht, um höhergerichtliche Urteile, auf die sich andere Kläger dann stützen könnten, abzuwenden. Ein höchstrichterliches Urteil (durch den Bundesgerichtshof) gibt es deshalb bisher auch noch nicht.

Kostengünstig und wenig Risiko

Eine kostengünstige Möglichkeit, die Verjährung zu hemmen, ist die Einreichung eines Güteantrags. Denn: Vom Tag der Ablehnung eines Güteantrags durch VW ist die Verjährung für einen Zeitraum von sechs Monaten gehemmt. Damit kann die Verjährung ggf. über das Jahresende 2018 hinausgeschoben werden. Wenn dann in der Zwischenzeit der BGH ein Urteil fällt und dies zulasten von VW ausfällt, dann wäre für einen Dieselbesitzer eine Klage mit sehr geringem Risiko möglich. VW, so ist zu vermuten, wäre dann viel mehr als bisher zu einer großzügigen Regelung für alle betroffenen VW-Fahrer bereit.

Um Schadensersatzansprüche im Dieselskandal prüfen zu lassen und geltend zu machen, sollten sich betroffene Käufer anwaltlich beraten lassen. Wir helfen Ihnen gern weiter.


Rechtstipp vom 23.05.2018

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