Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Handyverbot - Telefonieren bei Start-Stopp-Automatik

Rechtstipp vom 18.03.2015
(14)
Rechtstipp vom 18.03.2015
(14)

Grundsätzlich ist das Telefonieren während des Autofahrens untersagt. Dies gilt nicht, wenn der Motor ausgeschaltet ist. Bei Fahrzeugen, die mit einer sog. Start-Stopp-Automatik aus­gerüstet sind, war das Telefonieren nach einer Entscheidung des AG Dortmund auch bei aus­geschaltetem Triebwerk bisher nicht erlaubt. Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat diese Entscheidung nun gekippt.

Das OLG Hamm gab einem Autofahrer Recht, der gegen eine 40 €-Geldbuße geklagt hatte. Der Mann hatte vor einer roten Ampel gehalten, woraufhin sich der mit einer Start-Stopp-Funktion ausgerüstete Motor ausschaltete. Während der Rotphase telefonierte der Fahrer und wurde mit einem Bußgeld belegt.

Nach Auffassung der Richter solle durch das Handyverbot sichergestellt werden, dass der Fahrer beide Hände für die eigentlichen Fahraufgaben frei hat. Dies ist in Fällen, in denen die Start-Stopp-Automatik das Triebwerk ausstellt, gewährleistet. Das Gericht hob damit eine anderslautende Entscheidung des AG Dortmund auf.

Es muss aber unbedingt beachtet werden, dass bei erneuter Inbetriebnahme des Motors das Handy nicht mehr bedient werden darf. Ansonsten liegt ein klarer Handyverstoß vor der mit 60 € und einem Punkt im Fahrerlaubnisregister geahndet wird.


Rechtstipp aus der Themenwelt Auto und Verkehr und den Rechtsgebieten Ordnungswidrigkeiten­recht, Verkehrsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors