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Hart, härter, Hartwieg: Harte Zeiten für Investoren in NCI-Fonds

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13.08.2015: Einer offiziellen Verlautbarung der Staatsanwaltschaft München 1 zufolge hat diese ein sogenanntes Rückgewinnungshilfeverfahren u.a. zugunsten geschädigter Anleger in die durch den gelernten Maurer Malte André Hartwieg vertriebenen Fonds der New Capital Invest-Gruppe („NCI-Fonds“) eingeleitet. Presseberichten zufolge waren bereits vor geraumer Zeit durch die zuständige Staatsanwaltschaft Pfändungsarreste in das Vermögen Hartwiegs hinein erfolgt, bereits vor Monaten hatten auch die liechtensteinischen Behörden einige 100 kg Gold sowie mehrere Konten des vielfarbigen Finanzjongleurs arrestiert respektive sichergestellt. Beispielhaft das Handelsblatt bezifferte den Gesamtwert der Vermögensbestandteile (Konten, Versicherungen, Bargeld, Gold, hochwertige Uhren, Füllfederhalter) auf mindestens 14 Millionen Euro. Gutgläubigen Anlegern, die seinerzeit dem eloquenten und überzeugenden Auftreten des smarten „Geschäftsmannes“ mit dem dünn gezogenen Schnauzbart vertrauten, dürften die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate wie ein übler Albtraum vorkommen.

Die Vorwürfe gegen Herrn Hartwieg sowie weitere Beschuldigte lauten unter anderem auf Betrug, das entsprechende Ermittlungsverfahren sei allerdings noch nicht abgeschlossen. Wörtlich schreibt die Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung, dass der Verdacht bestehe, dass Hartwieg sowie durch ihn beauftragte Vermittler „Anleger bei Vertragsschluss über das Anlagerisiko und die beabsichtigte Mittelverwendung täuschten“ ... oder möglicherweise investierte Gelder „durch den Beschuldigten Malte Hartwieg oder mit dessen Kenntnis und Billigung durch Dritte nachträglich unter Verletzung einer Vermögensbetreuungspflicht zweckentfremdet verwendet wurden“. Deshalb führe die Staatsanwaltschaft München I „in der vorliegenden Strafsache neben den Ermittlungen zur Strafverfolgung zugleich ein Rückgewinnungshilfeverfahren zugunsten der durch die Straftaten Verletzten durch“.

Sinn und Zweck eines solchen Rückgewinnungshilfeverfahrens ist es, den durch eine mögliche Straftat betroffenen Geschädigten einen – gegebenenfalls wenigstens teilweisen – finanziellen Ausgleich für die erlittenen Verluste zu ermöglichen. Hierbei sind allerdings im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben eine Reihe unterschiedlicher Hürden zu überwinden: zunächst müssen die Geschädigten selbständig aktiv werden und auf zivilrechtlichem Wege einen sogenannten Titel gegen den Schuldner beantragen und durchsetzen. Anschließend kann im Wege der Zwangsvollstreckung auf möglicherweise noch vorhandenes Vermögen zugegriffen werden, wobei hier regelhaft das sogenannte Prioritätsprinzip zum Einsatz kommt (umgangssprachlich: wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Insofern sind üblicherweise die Erfolgsaussichten für tatsächliche substantielle Rückflüsse bei einem schnellen Zugriff erheblich höher. Aufgrund der – teilweise erheblichen – mit dem üblichen formalen Ablauf verbundenen Haken und Ösen empfehlen wir geschädigten Anlegern, hier entsprechend erfahrene anwaltliche Hilfe zu Rate zu ziehen.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist ständig mit vielen hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten beschäftigt und hat sich insbesondere in der effektiven und erfolgreichen Geltendmachung und Durchsetzung bestehender Ansprüche über die Jahre hinweg einen vorzüglichen Namen erarbeitet. Wir vertreten bereits eine Vielzahl von Anlegern, die in inzwischen notleidend gewordene und über die Vertriebsplattform dima24.de vertriebene Finanzprodukte investiert hatten. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist RA Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 14.08.2015

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