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Hausbau im Winter

  • 1 Minuten Lesezeit

Wer sein Haus im Winter errichten lässt, muss einiges beachten.

Die Probleme auf einer Winterbaustelle sind vielfältig: Sobald die Temperaturen unter bestimmte Werte sinken, können auch moderne Baustoffe nicht mehr uneingeschränkt verarbeitet werden. Die Bauunternehmer müssen sich dann genau an die Herstellervorgaben halten, damit keine Schäden entstehen.

Die Innenarbeiten müssen den winterlichen Verhältnissen auch angepasst sein. Sind neue Wasserleitungen im ungeheizten Haus schon gefüllt, kann es zu Frostschäden und Leckagen kommen. Oder, wenn im Erdgeschoss verputzt wird und dabei die Heizung läuft, um das Haus zu trocknen. Ist dann die Luke zum noch nicht gedämmten Dachboden nicht geschlossen, zieht die nasse warme Luft wie in einem Kamin von unten nach oben und schlägt sich dort an der kühlen Dachkonstruktion nieder. Schimmelschäden können dadurch entstehen.

Verantwortlich für die Baustelle ist bis zur Abnahme durch den Bauherrn am Ende der Arbeiten der Bauunternehmer. Die Bauherren sollten trotzdem unbedingt darauf achten, was sie vertraglich mit dem Bauunternehmer vereinbart haben und eventuell entsprechende Versicherungen abschließen. Es gibt spezielle Versicherungen für die Zeit des Hausbaus. Hierzu gehört die Bauherrenhaftpflichtversicherung. Der Bauherr ist für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich, auch wenn ein Bauunternehmen das Eigenheim errichtet. Die Kosten richten sich nach der Bausumme.

Es sollte auch eine Bauleistungsversicherung abgeschlossen werden. Sie ersetzt unvorhersehbare Schäden, die durch Unwetter, aber auch durch Vandalismus oder fahrlässiges Handeln von Bauarbeitern entstehen.

Auch bei einem unbebauten Grundstück ist der Eigentümer dafür verantwortlich, dass Dritte keinen Schaden nehmen. Verstößt er gegen die sogenannte „Verkehrssicherungspflicht“, haftet er für entstehende Schäden. Mit einer Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke lässt sich dieses Risiko abdecken. Diese Versicherung ist jedoch nur sinnvoll, wenn der Baubeginn noch nicht feststeht oder eine Bebauung nicht geplant ist.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Baurecht & Architektenrecht

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