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HCI Capital Schiffsfonds - Entwicklung in 2015 für Anleger beunruhigend

Rechtstipp vom 15.10.2015
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Das Jahr 2015 war für das Emissionshaus HCI Capital von Verkäufen geprägt. Damit sollte die permanent angespannte Finanzlage der Fondsgesellschaften

•    HCI Shipping Select XV
•    HCI Shipping Select XVII
•    HCI Shipping Select XX
•    HCI Shipping Select XXII

entlastet werden. Unterm Strich, so Rechtsanwalt Björn Röhrenbeck, Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht aus Kaiserslautern, gab das wenig Anlass zur Zuversicht. Branchenexperten befürchten weiterhin einen Ausverkauf des Tafelsilbers. Röhrenbeck: „Ob sich durch die Verkäufe die Situation der Anleger verbessert, ist zweifelhaft. Wir glauben, dass jeder Verkauf wichtiger Assets den Anleger näher an den Totalausfall seiner Anlage bringen kann. Häufig geht es bei Verkäufen von einzelnen Schiffen in erster Linie darum, dass zunächst einmal die Banken finanziell befriedigt werden.“

So hat der HCI Shipping Select XV das Schiff MS Jill C für 6,4 Millionen Dollar verkauft. Kurz nach Übergabe kam der obligatorische Hinweis darauf, dass Rückflüsse für die Gesellschafter nicht zu erwarten sind. Manche Abverkäufe liefen problematischer, z.B. in Sachen MS Hammonia Revolution. Die MS Mar Catania ist seit 2009 insolvent, der Bulker wurde bereits 2008 zum Beginn der Containerkrise verkauft. Mithin war die MS Jill C der einzige Hoffnungsschimmer für die Gesellschafter. „Das sind nicht wirklich gute Aussichten“ analysiert Röhrenbeck die Situation im letzten Quartal 2015. Dabei ist der Shipping Select XV mit drei verbleibenden Schiffen im Bestand noch das beste Pferd im HCI-Stall (Auszahlungsquote 27 %).

Anleger sollten dringend prüfen, ob bei der Vermittlung der Anlage Beraterpflichten erfüllt wurden oder nicht. Wurde über geflossene Provisionen aufgeklärt? Hat man den Anleger auf ein Totalausfall-Risiko hingewiesen? Diese und weitere Fragen gilt es nun ausgiebig zu prüfen.

Mit Blick auf den Jahreswechsel sollten eventuelle Schadensersatzansprüche nun zeitnah von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht geprüft werden.

Flottenfonds Shipping Select XVII, Shipping Select XX und Shipping Select XXII

Beim Flottenfonds Shipping Select XVII sind die Auszahlungsquoten erschreckend niedrig – unter 10 %. 

Beim Schiffsportfolio Shipping Select XX sind noch 4 Schiffe auf See, ob der Verkauf der MS Anna C den Fonds vor der Insolvenz bewahrt, steht noch immer in den Sternen.

Beim Shipping Select XXII fährt gar kein Schiff mehr, der 2007 aufgelegte Fonds hat den Anlegern 7 % der Einlage gebracht. Der Verkauf der MS Hammonia Pacificum hat zwar viel Geld gebracht, das reicht aber vielleicht gerade für eine insolvenzfreie Abwicklung – ohne Ausschüttungen an die Anleger.

Rechtsanwalt Röhrenbeck vertritt bereits viele hundert Mandanten, die in Produkte des Emmissionshauses HCI Capital investiert und ihr Geld verloren haben: „Die von HCI-Capital aufgelegten Schiffsfonds bleiben weit hinter den Erwartungen der Anleger zurück. Insolvenzen und Schiffsverkäufe lassen eine Wende zum Guten nicht erwarten. Es ist an der Zeit, sich um eine Rekonstruktion des verlorenen Vermögens zu kümmern!“


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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