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Hinweise für Expatriates in Argentinien

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Die Inflation ist in Argentinien mit etwa 20-30 % vergleichsweise hoch und die lokalen Gehälter sind vergleichsweise niedrig. Bei Arbeitsverträgen von Expatriates sollte deshalb geprüft werden, ob die Vergütung in lokaler Währung oder in einer anderen Währung erfolgen soll. Zur Vergütung schreiben die argentinischen Arbeits- und Währungsbestimmungen zwingend vor, dass sie in Landeswährung auszuzahlen ist. Die Vergütung darf zwar vertraglich in € festgelegt sein, die Auszahlung muss aber zum Tageskurs umgerechnet in argentinischen Pesos erfolgen. Darüber hinaus ist der Arbeitgeber verpflichtet, für den Arbeitnehmer ein Konto einzurichten, auf das er die Vergütungen einzahlt.

Die meisten Expatriates wohnen im oder in unmittelbarer Nähe zum Zentrum von Buenos Aires. Außerhalb ist es zwar ruhiger, allerdings müssen auch die Entfernung zum Zentrum und der Verkehr berücksichtigt werden. Nach der gesetzlichen Regelung sind Mietverträge für eine Dauer von 2 Jahren abzuschließen. Die Mietdauer kann in beiderseitigem Einverständnis auch um 1 oder mehrere Jahre verlängert werden. Für den Mietabschluss ist eine Sicherheit zu hinterlegen. Es ist ratsam, die Wohnung oder das Haus vor Bezug zu besichtigen und keine Vorauszahlungen zu leisten. Als vorübergehende Unterkunft eignen sich auch Touristenapartments. Diese sind in der Regel günstiger als Hotels. Aufgrund der hohen Inflation sind jährliche Mieterhöhungen üblich. Falls Möbel importiert werden, fällt eine Importsteuer in Höhe von etwa 50 % des Versicherungswertes an. Das Vertrauen in die Banken ist gering, höhere Summen werden daher nicht bei Banken angelegt, sondern in Grundstücke investiert. Da die Argentinier kaum Finanzierung und Hypotheken kennen, sind Kraftfahrzeuge vergleichsweise teuer und Wohneigentum in der Regel schuldenfrei.

Die Kosten für die Krankenpflege werden über Steuereinnahmen finanziert und sind von daher kostenlos. Die Ärzte sind gut ausgebildet. Allerdings ist die Ausstattung der Krankenhäuser nicht auf dem neuesten Stand. Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist teuer, aber empfehlenswert. Privatschulen sind gut, aber teuer und verfügen oftmals nicht über genügend Räume.


Rechtstipp vom 09.02.2018
aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht | Argentinisches Recht

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            Rechtsanwalt Achim Heuser (HEUSER Recht und Steuern) Rechtsanwalt Achim Heuser

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