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HKW Personalkonzepte: ein weiterer Emittent von Mittelstandsanleihen ist insolvent

aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

11.12.2013: Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute berichtet, ist mit dem Personaldienstleistungsunternehmen HKW mittlerweile der neunte Emittent von sogenannten Mittelstandsanleihen zahlungsunfähig. In einer Mitteilung des Unternehmens wird die Verantwortung hierfür auf nicht fristgerechte Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber HKW zurückgeführt, deshalb sähe sich das Unternehmen nicht in der Lage, die bereits im November verschobene Zinszahlung von rund 825.000 € auf die Anleihe (WKN: A1K0QR / ISIN: DE000A1K0QR1) zu leisten. Ziel des eingeleiteten Insolvenzverfahrens sei durchaus, eine Fortführung der Geschäftstätigkeit sicherzustellen, Mitarbeiter würden über Insolvenzgeldvorfinanzierung bezahlt, das Unternehmen befände sich zudem bereits in Gesprächen mit potentiellen Investoren. Die FAZ berichtet, dass es bereits im November auf Anfragen bezüglich Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit der verschobenen Zinszahlung nur mangelhafte Auskunft respektive keine Rückmeldungen gegeben habe. Zwar sei der im ersten Halbjahr 2013 aufgelaufene Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wesentlich geringer ausgefallen, trotzdem aber sei die Netto-Finanzverschuldung innerhalb eines Jahres zum 30. Juni auf mehr als 10 Millionen € emporgeschossen. Noch im Frühjahr diesen Jahres war das Unternehmen von der Rating-Agentur Creditreform mit BBB als investmentwürdig bezeichnet worden.

Das Unternehmen hatte Ende 2011 über die fünfjährige Anleihe mit einem Kupon von 8,25 % 10 Millionen € eingesammelt, eine erste Ausschüttung im November 2012 fand statt. Innerhalb kurzer Zeit ist nun der Wert der in Frankfurt gehandelten Anleihe auf unter 5 % zusammengebrochen, unklar ist bisher, wie viele Investoren betroffen sind.

Anleger sollten umgehend fachlich fundierten rechtlichen Rat suchen, Hebel für etwaige Schadensersatzforderungen oder gar Rückabwicklungen könnten die Prospekthaftung oder auch Falschberatung darstellen. Dieser erneute Ausfall einer sogenannten Mittelstandsanleihe zeigt deutlich die massiven Risiken auf, die mit einem Engagement auf dem Grauen Kapitalmarkt verbunden sind. Gerne prüfen wir Ihre Möglichkeiten und werden mit Nachdruck Ihre Interessen vertreten. Die auf Wirtschafts- & Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath führt regelmäßig hunderte von Verfahren auf diesem Gebiet, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche telefonische Klärung ist RA Wolfgang Wittmann.

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            Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte) Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

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