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HTB Sechste Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG - Welche Schadensersatzansprüche haben Sie?

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Im Jahr 2006 wurde der geschlossene Schiffsfonds HTB Sechste Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG von der HTB Hanseatischen Fondstreuhand GmbH aufgelegt.

Als beitrittswilliger Anleger konnte man sich als Kommanditist an ihm beteiligen. Als Ausschüttung erhielten die Kommanditisten bis jetzt ca. 17 % ihres Kapitaleinsatzes ausgezahlt.

Die Geschäftsleitung bestand aus Lars Clasen sowie Roman Teufl, welche 2111 Kapitalanleger betreuten. Das eingesammelte Kapital belief sich auf ca. 75.000.000,00 €.

Doch nach neun Jahren steht nun fest: Die HTB Sechste Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG ist gefloppt.

Die am Schiffsfond beteiligten Kommanditisten sehen sich nun angesichts der enttäuschenden wirtschaftlichen Situation dieser Schiffsfonds-Beteiligung finanziell geschädigt.

Die Fondgesellschaft bietet daher den geschädigten Kapitalanlegern nun an, ihre Beteiligung für einen Euro nebst „Besserungsabrede“ zu verkaufen. Damit würden die Kapitalanleger angeblich von Ansprüchen aus der Rückforderung erhaltener Ausschüttungen befreit werden. Gleichzeitig würden die Anleger aber mit Annahme dieses Angebotes auf sämtliche Ansprüche in Bezug auf ihre Beteiligung verzichten.

Der Vorteil dieses Angebotes soll darin bestehen, dass gezahlte Ausschüttungen gesichert und nicht zurückgefordert werden können. Der Kaufvertrag stellt somit eine Art „Haftungsfreistellung“ dar.

Zu sogenannten Rückforderungen kann es allerdings nach der Rechtslage nur kommen, wenn die Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden sollte. Diese strebt aber eine Liquidation an.

Das Angebot scheint daher ein vorgeschobenes Argument zu sein, um die Verkaufsbereitschaft der verunsicherten Kapitalanleger zu fördern.

Eine Überprüfung aufgrund fehlerhafter Kapitalanlageberatung kann sich dementsprechend lohnen:

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein teilweiser bzw. Totalverlust der Kommanditbeteiligung eintritt. Auch ist fraglich, was mit den enthaltenen Ausschüttungen passiert, sollte ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet werden. Dann steht die Befürchtung im Raum, dass der Insolvenzverwalter die Ausschüttungen von dem jeweiligen Anleger zurückfordern könnte. Dabei ist es gleich, ob der Kapitalanleger eine sog. „Freistellungsvereinbarung“ darüber vorlegen kann oder nicht.

Begründung: Es handelt sich dabei um „gewinnunabhängige Ausschüttungen“ wegen deren Rückzahlung der Anleger bis zu fünf Jahren nach seinem Ausscheiden haftet.

Zu überprüfen ist des Weiteren, ob nicht eine komplette Rückabwicklung der Beteiligung möglich sein könnte. Dies wäre z. B. dann der Fall wäre, wenn der Anleger vor seinem Beitritt nicht zutreffend über die Risiken der Beteiligung oder aber über die Rückvergütungen aufgeklärt worden ist, die die Bank für die Vermittlung der Beteiligung von der Gesellschaft erhalten hat.

Ob Ihnen Schadensersatzansprüche zustehen, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Es bestehen deshalb auch unterschiedlichste rechtliche Möglichkeiten, Ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Nach einer gewonnen zivilrechtlichen Klage kann ein Schadensersatzanspruch im Wege der Vollstreckung oder nach einer strafrechtlichen Verurteilung der Profitierenden einer Kapitalanlage im Wege der Rückgewinnungshilfe durchgesetzt werden.

Sobald Sie uns ein Beratungsmandat durch Erwerb unseres Rechtsprodukts, das Sie unter der Rubrik „Rechtsprodukte“ innerhalb unseres Profils erwerben können, erteilt haben, erarbeiten wir gemeinsam einen Leitfaden für unser weiteres Vorgehen:

  • Welche Ansprüche können Ihnen zustehen?
  • Welche Maßnahmen müssten unternommen werden?
  • Welche Erklärungen und wem gegenüber müssten abgegeben werden?
  • Welche Fristen müssten beachtet werden?

Wenn Sie sich zunächst kostenfrei informieren möchten: Fragen kostet nichts – kontaktieren Sie uns bitte unverbindlich per E-Mail oder Telefon!


Rechtstipp vom 11.12.2015
aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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