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Im Urlaub auf Kreuzfahrt – Reisemangel: Was tun?

Im Urlaub ist es besonders ärgerlich, wenn die gebuchte Pauschalreise oder Kreuzfahrt nicht den Erwartungen entspricht, insbesondere negative Abweichungen von den Leistungsversprechen des Veranstalters vorliegen (Reisemangel).

In einer solchen Situation reicht es nicht, sich vorzunehmen, später – also nach der Rückkehr – den Veranstalter dafür in die Haftung zu nehmen.

Ganz wichtig ist, dass man schon vor Ort, also unmittelbar nachdem man einen Reisemangel festgestellt hat, den Reisemangel dem Veranstalter anzuzeigen und ihn aufzufordern hat, den Reisemangel zu beseitigen.

Ohne eine solche Mängelanzeige vor Ort können Sie später in der Regel keine Ansprüche mehr durchsetzen.

Bei der Mängelanzeige vor Ort ist es ganz wichtig, darauf zu achten, dass die Mängelanzeige gegenüber dem richtigen Vertragspartner, also dem Veranstalter, erfolgt. Es reicht zum Beispiel nicht, sich an der Hotelrezeption zu beschweren, weil in der Regel der Hotelbetreiber nicht der Veranstalter der Pauschalreise ist. Vorsicht ist auch geboten, wenn die Hotelrezeption nur mündlich zusagt, die Beschwerde weiterzuleiten.

Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich schriftlich an die örtliche Reiseleitung wenden, den Reisemangel genau beschreiben und sofortige Abhilfe verlangen. Gibt es keine Reiseleitung vor Ort, so müssen Sie sich über einen schnellen Kommunikationsweg (zum Beispiel E-Mail, Telefax oder Telegramm) an den Reiseveranstalter wenden und ihn entsprechend auffordern, den Reisemangel zu beseitigen.

Daneben empfiehlt es sich natürlich, den Reisemangel mittels Fotos oder Videos zu dokumentieren. Auch sollten Sie sich Namen und Adressen von Mitreisenden geben lassen, um diese gegebenenfalls später als Zeugen zur Verfügung zu haben.

Wichtig ist, dass Sie innerhalb eines Monats nach dem vertraglichen Ende der Reise ihre Ansprüche bei dem Reiseveranstalter schriftlich geltend machen.

Hierfür sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, damit sogleich vollständig und umfassend der Sachverhalt vorgetragen und so möglicherweise ein Rechtsstreit vermieden wird.


Rechtstipp vom 19.06.2017
aus dem Rechtsgebiet Reiserecht

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            Rechtsanwalt Jürgen Held (Kanzlei Jürgen Held) Rechtsanwalt Jürgen Held

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