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Immobilienerwerb in der Türkei

Rechtstipp vom 06.02.2019
(2)
Rechtstipp vom 06.02.2019
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In den letzten Jahren gab es mehrere Änderungen im Bereich des türkischen Immobilienrechts. 

Der Erwerb von Grundeigentum durch Ausländer ist in der Türkei grundsätzlich möglich und erfolgt durch die gesetzlichen Regelungen auch viel einfacher als in vielen anderen Ländern. Das bis vor einiger Zeit geltende Gegenseitigkeitsprinzip ist mittlerweile entfallen. Das heißt, es kommt nicht mehr darauf an, ob in der Heimat des Ausländers türkische Staatsangehörige ebenfalls Grundeigentum erwerben können. 

Der Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie bezieht sich auf einen Vertrag. Dieser Vertrag wird mit einer öffentlichen Urkunde vor den Beamten beim Grundbuchamt geschlossen. 

In der Regel ist es auch üblich, dass vor dem offiziellen Kaufvertrag auch ein Verkaufsversprechen vor dem Notar abgegeben wird. Dieses Verkaufsversprechen gilt aber jedoch nicht als ein „notarieller Kaufvertrag“, sondern es ist nur ein „Vorvertrag“. Dieser Vorvertrag verpflichtet die Parteien zwar zum Abschluss eines Kaufvertrages vor dem Grundbuchamt, stellt aber noch nicht sicher, dass der ''Verkauf'' auch wirklich stattfindet. 

Käufer, die die türkische Sprache nicht beherrschen, benötigen während des Verkaufs einen vereidigten Dolmetscher an ihrer Seite. Erst durch die Unterschrift des Dolmetschers kann der Vertrag wirksam werden. 

Wenn alle Formalitäten vom Grundbuchamt erledigt sind, wird eine Urkunde von Grundbuchamt (TAPU) erteilt. Mit dieser Urkunde gilt der Käufer offiziell als Eigentümer. 

Es wird auf jeden Fall dazu geraten, die Vertragsklauseln eines Kaufvertrags im Vorfeld überprüfen zu lassen. 


Rechtstipp aus der Themenwelt Bauen und Wohnen und dem Rechtsgebiet Grundstücksrecht & Immobilienrecht | Türkisches Recht

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