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Infinius: Dresdner Finanzfirmengruppe unter Betrugsverdacht - 25.000 Anleger betroffen?

Rechtstipp vom 07.11.2013
(22)
Rechtstipp vom 07.11.2013
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06.11.2013, Dresden: Wie eine Vielzahl unterschiedlicher Medien berichtet, wurden gestern in einer Großrazzia die Lokalitäten von insgesamt 30 Firmen in Deutschland und Österreich sowie die Privaträume von insgesamt acht Beschuldigten durchsucht. Hierbei wurden Akten sowie elektronische Datenträger beschlagnahmt. Sechs der Beschuldigten, allesamt deutscher Nationalität, wurden in Untersuchungshaft genommen, gegen zwei Österreicher wird ermittelt. Die Razzien u. a. in Dresden, Stuttgart, Frankfurt und Salzburg rufen Erinnerungen an die Durchsuchungen im Falle der Frankfurter S&K sowie der Hamburger Wölbern-Gruppe wach. Während bei den letztgenannten Fällen Anlagesummen in niedriger dreistelliger Millionenhöhe in Rede stehen, geht es nun laut Auskunft des LKA Dresden um Einlagen von insgesamt rund 400 Millionen €, bis zu 25.000 Anleger sollen betroffen sein.

Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft der Infinus Gruppe „Betrug und Schädigung von Anlegern und Investoren vor. Bei dem Vertrieb von Finanzprodukten soll es zu Auffälligkeiten gekommen sein, insbesondere stehen hier Orderschuldverschreibungen in der Debatte, wobei die Firmengruppe unrichtige beziehungsweise fehlerhafte Angaben zur Vermögens- und Ertragslage der Emittenten gemacht haben soll. Laut eigenen Angaben verwaltete das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr Einlagen von über 800 Millionen €, das exponentielle Wachstum der Firmengruppe seit Gründung im Jahre 2002 hatte in der Finanzbranche immer wieder für Aufsehen gesorgt.

Laut Staatsanwaltschaft könnte es sich um eine weitere Variante eines sogenannten Schneeballsystems handeln. Da Orderschuldverschreibungen als übertragbare Forderungen keinem Einlagensicherungssystem unterliegen, steht bei derartigen Wertpapieren immer auch ein Komplettverlust im Raum. Regelmäßig werden insbesondere Klein- bzw. respektive Privatanleger mit ähnlichen Wertpapieren jedes Jahr über den sogenannten grauen Kapitalmarkt um Einlagen in Milliardenhöhe geprellt.

Betroffenen Anlegern und Investoren muss dringlich geraten werden, die weitere Entwicklung sorgfältig zu verfolgen und etwaig fachlich versierte und erfahrene anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath steht hier mit ihrer ausgewiesenen Kompetenz gerne zu Verfügung, Ansprechpartner ist RA Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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