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Infinus-Pleite: Advent, Advent mit Jens Pardeike

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08.12.2015: unter anderem das Handelsblatt berichtet über weitere Prozesstage im mutmaßlichen Anlagebetrugsskandal rund um das Unternehmensgeflecht um Infinus und FuBus (Future Business KGaA). Im Zentrum stand hier der vormalige Manager Jens Pardeike, der als einziger nach den großangelegten Razzien im November 2013 frühzeitig wieder auf freien Fuß gelangt war. Damals war die Rede von „umfangreichen geständigen Aussagen“, auch davon, dass er sich besonders haftempfindlich gezeigt habe. Die zuständige Staatsanwaltschaft jedenfalls erhoffte sich offensichtlich so etwas wie einen Kronzeugen.

Wie das Handelsblatt erläutert, scheint allerdings der vormalige Topmanager des Firmenkonglomerates zwischenzeitlich eine Menge Details vergessen zu haben. „Blass“ seien seine Aussagen gewesen, manches sei dem vormaligen DDR-Offizier mittlerweile gar gänzlich entfallen. Von einer Vielzahl von Erinnerungslücken ist die Rede, die Hoffnung jedenfalls der Anklage, Pardeike könne die dortigen Vorhaltungen stützen und inhaltlich präzisieren, scheinen sich nahezu vollständig in Luft aufzulösen.

Wer war für welche folgenschweren Entscheidungen innerhalb der verschiedenen Firmen zuständig? Pardeike hängt schief im Stuhl und gibt sich unbeteiligt. Von bandenmäßigem Betrug und dem Betrieb eines Schneeballsystemes ist in der Anklageschrift die Rede? Immerhin gesteht der Angeklagte zu, es habe schon frühzeitig Anzeichen dafür gegeben, dass möglicherweise das zugrundeliegende Geschäftsmodell nicht aufgehe. Es seien gewagte In-sich-Geschäfte, sprich höchstdotierte Lebensversicherungen auf eigene Mitarbeiter abgeschlossen worden, um millionenschwere Provisionen zu kassieren? Das Handelsblatt zitiert Pardeike mit einem lapidaren: „kann sein“. Er jedenfalls wäre in solcherart Entscheidungen nicht eingebunden gewesen.

Die vielen zehntausenden geschädigten Anleger in die verschiedenen Produkte des Firmengeflechtes dürften solcherart Berichte mit Ingrimm zur Kenntnis nehmen. Fraglich steht jedenfalls bis auf weiteres, inwieweit der Strafprozess (Aktenzeichen 5 Kls 100 Js 7387/12) die genauen Vorgänge und Abläufe aufklären können wird. Besonders interessieren dürfte darüber hinaus die betroffenen Investoren, wieviel ihrer Einlagen sie möglicherweise irgendwann einmal wiedersehen werden.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei ADWUS Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist beständig mit einer Vielzahl von Verfahren auf diesen Rechtsgebieten mandatiert und hat sich hier über viele Jahre hinweg eine hervorragende Expertise erarbeitet. Im Sinne unserer umfangreichen Mandantschaft haben wir durch die frühzeitige Beantragung und Erwirkung entsprechender Pfändungsarreste gegen sämtliche Hauptbeschuldigte eine hervorragende Positionierung durchgesetzt. Insbesondere hinsichtlich der besonderen Komplexität der einzelnen Verfahren empfehlen wir nochmals allen Betroffenen, entsprechend erfahrene anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht mit uns in Verbindung setzen, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 15.12.2015

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