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Infinus-Pleite: Chaostage im Amtsgericht Dresden?

06.06.2014: U.a. das Handelsblatt berichtet, dass das für den mutmaßlichen Anlagebetrugsskandal um die Firmengruppe Infinus/FuBus (Future Business KGaA) zuständige Dresdner Amtsgericht offensichtlich ein Mammutverfahren plant, innerhalb dessen am 17. Juni im Fünf-Minuten-Takt die Betroffenen rund 5000 Anleger angehört werden sollen. Eine erste Gläubigerversammlung, die für den 13. Mai in den Dresdner Messehallen angesetzt war, ging im totalen Organisationschaos unter und platzte schlussendlich nach einer Reihe von Befangenheitsanträgen sowie der Beanstandung einer Vielzahl massiver formeller Unregelmäßigkeiten unter anderem auch von Seiten der Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath.

Hochgradig fraglich dürfte nun sein, ob die Räumlichkeiten des Dresdner Amtsgerichts für den zu diesem Termin erwarteten Ansturm geschädigter Gläubiger auch nur ansatzweise ausreichend sein könnten. Darüber hinaus dürfte eine Vielzahl Betroffener mit der prognostizierten Situation aufgrund der Komplexität der vorliegenden Masse unterschiedlicher Emissionen von Orderschuldverschreibungen völlig überfordert sein.

Wie wir bereits berichtet hatten, halten wir grundsätzlich die Wahl eines gemeinsamen Vertreters (gV) aus verschiedenen Gesichtspunkten heraus betrachtet für die Betroffenen für hochgradig problematisch. Abgesehen von der Übertragung der Stimmrechte, dem Nichtvorhandensein eines Weisungsrechts des einzelnen Gläubigers gegenüber dem gV sowie der zu erwartenden exorbitanten Kosten muss allen Beteiligten klar sein, dass z. B. eine Abberufung wiederum nur durch einen gemeinsamen Beschluss erwirkt werden kann, der organisatorisch kaum durchführbar sein würde.

Die auf Wirtschafts-, Banken- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath vertritt bereits eine Vielzahl von geschädigten Anlegern in die unterschiedlichen Finanzprodukte der Firmengruppe um Infinus/FuBus. Neben Schadensersatzklagen haben wir zwischenzeitlich zusätzlich für unsere Mandantschaft Arrestpfändungen gegen sämtliche beschuldigte Verantwortliche beantragt und erwirkt, ein Schritt, der die von uns vertretenen Anleger für den weiteren Verlauf des Verfahrens in eine hervorragende Position versetzt. Wir empfehlen nochmals dringlich allen Betroffenen, sich mithilfe entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung über alle weiterhin möglichen rechtlichen Schritte zu informieren und diese nach Absprache zur Sicherung bestehender Ansprüche auch zu unternehmen. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Bestandsaufnahme ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 06.06.2014

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            Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann (ADWUS Rechtsanwälte) Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann

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