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Infinus-Skandal: fortdauernde Untersuchungshaft für Hauptbeschuldigte

26.09.2014: wie eine Reihe seriöser Wirtschaftsmedien, unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie die Zeitschrift Focus mitteilen, hat das Oberlandesgericht Dresden am gestrigen Donnerstag bekanntgegeben, dass sich seit der letzten Haftprüfung im Juni keine Lageveränderung im Hinblick auf die fünf weiterhin in Untersuchungshaft befindlichen Hauptbeschuldigten ergeben habe. Damals wurde fortbestehende Fluchtgefahr aufgrund der für den Fall einer Verurteilung zu erwartenden Haftstrafe sowie des ebenfalls anzunehmenden wirtschaftlichen Ruins der Beteiligten festgestellt. Darüber hinaus komme das Gericht zu dem Schluss, dass aufgrund der hohen Komplexität und des großen Umfangs der nach wie vor laufenden Ermittlungen auch das sogenannte Beschleunigungsgebot nicht verletzt sei. Eine nächste Haftprüfung ist für den kommenden Dezember vorgesehen.

Anfang November 2013 waren in einer bundesweiten Razzia Privat- und Geschäftsräume aus dem weitverzweigten Unternehmensgeflecht um die Infinus/FuBus (Future Business KGaA) durchsucht worden. Sechs der insgesamt zehn Hauptbeschuldigten wurden umgehend in Untersuchungshaft genommen, einer hiervon im Februar 2014 „aufgrund umfangreicher geständiger Angaben“ wieder auf freien Fuß gesetzt, wie es hieß. Wie wir bereits mehrfach berichteten, sind zehntausende von gutgläubigen Anlegern durch den mutmaßlichen riesigen Betrugsskandal betroffen, die Angaben der zu erwartenden Schadenssumme variieren zwischen mehreren 100 Millionen bis über 1 Milliarde €.

Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath ist regelmäßig mit hunderten von laufenden Verfahren auf diesen Gebieten mandatiert und vertritt auch in diesem Fall eine Vielzahl an Geschädigten. Neben Schadensersatzklagen haben wir im Auftrage der von uns vertretenen Anleger Pfändungsarreste gegen sämtliche Hauptbeschuldigte beantragt und erwirkt, ein Schritt, der eine hervorragende Positionierung sicherstellt. Wir empfehlen insbesondere auch im Hinblick auf die Aufsplittung auf knapp 5000 Einzelverfahren nochmals nachdrücklich allen Betroffenen, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung alle rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Ansprüche zu prüfen und gegebenenfalls zu unternehmen. Gerne dürfen Sie uns in dieser Hinsicht kontaktieren, Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei auch für eine unverbindliche kurze telefonische Klärung der Sachstandslage ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.


Rechtstipp vom 26.09.2014

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