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Inkasso-Betrug durch Identitätsklau: Millionenschäden durch Fake-Inkasso

Rechtstipp vom 06.01.2017
(12)
Rechtstipp vom 06.01.2017
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04.01.2017: der Bundesverband der Deutschen Inkassounternehmen warnt vor einer neuen Betrugsmasche: ganz offensichtlich versuchen bereits seit Monaten Betrüger in großem Stil, Privatleuten und Unternehmen unter Vortäuschung falscher Identitäten Zahlungen über Inkassoschreiben abzupressen. Die Vorgehensweise ähnele sich hier: Namen und Adressen tatsächlich bestehender seriöser Inkassounternehmen würden gekapert, um mit gefälschten Anschreiben gegenüber potentiellen Opfern Zahlungsverpflichtungen zu behaupten.

Ganz offensichtlich scheint die Masche in einer Vielzahl von Fällen im Sinne der Betrüger von Erfolg gekrönt zu sein: der Bundesverband spricht von Schäden in Millionenhöhe. Ganz besonders ärgerlich sei, dass hierbei zwangsläufig auch der Ruf seriöser Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen werde und sich die Spur der Täter oftmals verliere. Es müsse von ganzen Täterbanden insbesondere im osteuropäischen Ausland ausgegangen werden, Ermittlungen gestalteten sich in aller Regel äußerst schwierig bis unmöglich.

Nach Angaben des Bundesverbandes sei bereits mehr als jedes neunte deutsche Inkasso-Unternehmen von den aktuellen Betrügereien betroffen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass bereits Hundertausende von Briefen in dieser Hinsicht verschickt worden seien, darüber hinaus massenhaft Mahnungen und Drohschreiben in Form von SMS oder E-Mails. In einem einzigen aktuellen Falle sei ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, insoweit sei eine gesamte und bundesweite Schadenshöhe kaum abschätzbar. Zwischenzeitlich ermittele eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft auf diesem Gebiet. Der Bundesverband der Inkassounternehmen allerdings verlangt deutlich weitergehende Maßnahmen und fordert entschiedeneres Handeln der Behörden sowie weitergehende gesetzliche sowie ermittlungstaktische Abstimmung auch über die europäischen Grenzen hinweg.

Betroffene Privatleute und Unternehmen sollten in jedem einzelnen Fall genau prüfen, ob vorliegende Mahnschreiben überhaupt plausibel und nachvollziehbar sein können. Beispielhaft sollte zunächst stets überprüft werden, ob das vorgebliche Inkassobüro im offiziellen Rechtsdienstleistungsregister aufgeführt ist. Dies kann mit wenigen Mausklicks auf der offiziellen Internetseite (www.rechtsdienstleistungsregister.de) nachvollzogen werden. Eine diesbezügliche Registrierung ist für jedes Unternehmen, welches Inkasso betreibt, deutschlandweit vorgeschrieben. Mit der allergrößten Vorsicht sollten darüber hinaus Forderungen behandelt werden, deren Anlass nicht nachvollziehbar ist, insbesondere, wenn angegebene Bankverbindungen ganz offensichtlich ins Ausland verweisen. Im Zweifel empfehlen wir dringlich, vor eventuellen Zahlungen entsprechend erfahrenen anwaltlichen Rat und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Adwus Rechtsanwälte in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath wurden im Jahre 2003 als Kanzlei Wittmann & Schmitt Rechtsanwälte gegründet und im Rahmen der Expansion im Jahre 2015 in Adwus Rechtsanwälte umfirmiert.

Die Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit der seit 2003 bestehenden Kanzlei liegen in den Bereichen des Wirtschaftsrechts, insbesondere des Bank- und Kapitalmarktrechts. Adwus Rechtsanwälte führen auf diesen Gebieten ständig mehrere hundert Verfahren. Hierbei vertritt die Kanzlei sowohl Anleger als auch Emittenten von Kapitalanlagen. Aufgrund der umfangreichen und langjährigen Erfahrung auf diesen Tätigkeitsfeldern verfügen Adwus Rechtsanwälte über qualifizierte Sachkenntnisse und aber auch die technischen Ressourcen, sogenannte Massen- oder Sammelverfahren zu führen. Weitergehende Informationen zu allen aktuellen Fällen finden Sie auf unserer Internetpräsenz unter „Rechtsgebiete“ – „Bank- und Kapitalmarktrecht“.

Wir stehen mit unserem bundesweit tätigen Unternehmen für ausgewiesene fachliche Kompetenz und langjährig erworbene Expertise und setzen uns mit Erfahrung und Leidenschaft dafür ein, Ihre Interessen und Rechte bestmöglich zu vertreten.

Adwus Rechtsanwälte sind auch am Wochenende und an Feiertagen für Sie erreichbar und stehen für faire und transparente Kosten.


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