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Internationales Erbschaftsteuerrecht

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Internationale Erbschaftsteuerfälle sind dadurch gekennzeichnet, dass doppelte und hohe steuerliche Belastungen entstehen können. Der Grund hierfür liegt in den steuerlichen Anknüpfungspunkten der Erbschaftsteuergesetze internationaler Staaten, die in der globalisierten Welt durch den Erblasser oder Schenker bzw. die Erben und Beschenkten schnell verwirklicht werden. Diese Anknüpfungspunkte sind:

  • der Wohnsitz
  • der gewöhnlicher Aufenthalt
  • die Staatsangehörigkeit
  • der Ort der Belegenheit des Vermögens

Hieraus ergibt sich folgende zu analysierende Ausgangssituation für internationale Erbschaftsteuerfälle:

1. In welchem Staat entsteht eine Erbschaftsteuerpflicht?

2. Welche Vermögenswerte unterliegen in dem jeweiligen Staat der Erbschaftsteuer?

3. Wie erfolgt für Zwecke der Erbschaft- oder Schenkungsteuer die Bewertung des Vermögens in dem jeweiligen Staat?

4. Können Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit geerbtem Vermögen bei der Bewertung des geerben Vermögens nach dem Erbschaftsteuerrecht der jeweiligen Staaten abgezogen werden?

5. Welche Freibeträge gewährt das Erbschaftsteuerrecht des jeweils beteiligten Staates?

6. Welche Methoden zur Vermeidung einer erbschaftsteuerlichen Doppelbesteuerung können angewendet werden?

Nach einer Anlayse der Ausgangssituation schließen sich folgende Gestaltungsüberlegungen für den beratenden Anwalt an:

1. Können die erbschaftsteuerlichen Anknüpfungspunkte durch testamentarische Gestaltungen (z.B. Erbenbestimmung, Vermächtnisse) oder Aufgabe der Staatsangehörigkeit (selten) geändert werden?

2. Können die erbschaftsteuerlichen Anknüpfungspunkte durch Vermögensübertragungen zu Lebzeiten, etwa durch die Einbringung von Vermögen in Kapitalgesellschaften oder die Begründung von Organschaften geändert werden?

3. Können durch sonstige testamentarische Gestaltungen (Teilungsanordnungen) erbschaftsteuerliche Vorteile erzielt werden?

4. Kann durch Vermögensumschichtungen begünstigtes Vermögen errichtet werden? Begünstigtes Vermögen wird im Fall einer beschränkten Erbschaftsteuerpflicht im Inland nicht besteuert.

5. Kann durch Vermögensumschichtungen das Anrechnungspotential ausländischer Erbschaftsteuern erhöht werden?

Erbschaftsteuerliche Analysen mit In- und Auslandsvermögen erstellt die Kanzlei Ludwig Braun Domrich Rechtsanwälte.


Rechtstipp vom 27.05.2013
aus den Rechtsgebieten Erbrecht, Internationales Recht, Steuerrecht

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