Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Internetabzocke der dreistesten Art - gefakte Interessenvertretung der Firma Videorama GmbH

(189)

Liebe Ratsuchende,

sofern Sie E-Mails der folgenden Art erhalten, reagieren Sie bitte nicht panisch sondern informieren Sie sich zunächst einmal über die näheren Umstände.

Derzeit kursiert ein gefaktes Abzockerschreiben wie folgt:

Guten Tag,

in obiger Angelegenheit zeigen wir die anwaltliche Vertretung und Interessenwahrung der Firma Videorama GmbH, Münchener Str. 63, 45145 Essen, an.

Gegenstand unserer Beauftragung ist eine von Ihrem Internetanschluss aus im sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk begangene Urheberrechtsverletzung an Werken unseres Mandanten. Unser Mandant ist Inhaber der ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15ff UrhG bzw. § 31 UrhG an diesen Werken, bei denen es sich um geschützte Werke nach § 2 Abs 1 Nr. 1 UrhG handelt.

Durch das Herunterladen urheberrechtlich geschützer Werke haben sie sich laut § 106 Abs. 1 UrhG i.V. Mit §§ 15,17,19 Abs. 2 UrhG nachweislich strafbar gemacht. Bei ihrem Internetanschluss sind mehrere Downloads von musikalischen Werken dokumentiert worden.

Aufgrund dieser Daten wurde bei der zuständigen Staatsanwaltschaft am Firmensitz unseres Mandanten Strafanzeige gegen Sie gestellt.

Aktenzeichen: xxx Js xxx/xxx Sta Essen

Ihre IP Adresse zum Tatzeitpunkt:

Ihre E-Mail Adresse: xxx@xxx.de

Illegal heruntergeladene musikalische Stücke (mp3): 11

Illegal hochgeladene musikalische Stücke (mp3): 24

Wie Sie vielleicht schon aus den Medien mitbekommen haben, werden heutzutage Urheberrechtsverletzungen erfolgreich vor Gerichten verteidigt, was in der Regel zu einer hohen Geldstrafe sowie Gerichtskosten führt.

Genau aus diesem Grund unterbreitet unsere Kanzlei ihnen nun folgendes Angebot:

Um weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und anderen offiziellen Unannehmlichkeiten wie Hausdurchsuchungen, Gerichtsterminen aus dem Weg zu gehen, gestatten wir ihnen den Schadensersatzanspruch unseres Mandanten außergerichtlich zu lösen. Wir bitten Sie deshalb den Schadensersatzanspruch von 100 Euro bis zum 18.10.2010 sicher und unkompliziert mit einer UKASH-Karte zu bezahlen. Eine Ukash ist die sicherste Bezahlmethode im Internet und für Jedermann anonym an Tankstellen, Kiosken etc. zu erwerben.

Weitere Informationen zum Ukash-Verfahren erhalten Sie unter: http://www.ukash.com/de

Senden Sie uns den 19-stelligen Pin-Code der 100 Euro Ukash an folgende E-Mailadresse zahlung@rechtsanwalt-xxx.info

Geben Sie bei Ihre Zahlung bitte ihr Aktenzeichen an!

Sollten sie diesen Bezahlvorgang ablehnen bzw. wir bis zur angesetzten Frist keinen 19- stelligen Ukash PIN-Code im Wert von 100 Euro erhalten haben, wird der Schadensersatzanspruch offiziell aufrecht erhalten und das Ermittlungsverfahren mit allen Konsequenzen wird eingeleitet. Sie erhalten dieses Schreiben daraufhin nochmals auf dem normalen Postweg.

Im Zweifel ob und wenn ja wie man auf solche Schreiben am besten reagiert rufen Sie mich oder einen in solchen Sachen versierten Kollegen an. Verbraucherzentrale sowie Staatsanwaltschaft interessieren sich ebenfalls für solche Machenschaften.

Erste Hilfe bietet oft auch ein Blick in das Internet und den einschlägigen Foren.

Bei Fragen fragen

MaxJelinek

Rechtsanwalt & Mediator

Heilmaier Str. 4a

83552 Evenhausen

08075 9140608

office@imkki.de


Rechtstipp vom 15.10.2010
aus dem Rechtsgebiet IT-Recht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Max Jelinek (Rechtsanwalt Max Jelinek Kanzlei Jelinek)

Ihre Spezialisten

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.