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Investitionen zurück von RiMarkets? Anlagebetrug?

  • 4 Minuten Lesezeit

Nach uns übermittelten Informationen gibt es Schwierigkeiten mit dem Online-Finanzdienstleister RiMarkets. Rückzahlungen sollen nach den Informationen verweigert werden.

Broker hilft mir über AnyDesk

Die Handelsgeschäfte werden vielfach von den Geldanlegern nicht selbst durchgeführt. Der Broker und seine Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner lassen sich entweder über Teamviewer oder AnyDesk einen Zugang zu dem Rechner der Geldanleger und Kunden gewähren und nehmen dann die Handelsgeschäfte über diesen AnyDesk-Zugriff vor.

Rechtlich ist eine solche Situation nachteilig. Von außen betrachtet handelt der Kunde und der anschließende Nachweis, dass die Handelsgeschäfte nicht vom Kunden sondern vom Broker über einen Fernzugriff erfolgten, ist schwierig.

Wenn eine Software für den Fernzugriff wie Teamviewer oder AnyDesk genutzt wurde, sollte diese Software auf jeden Fall gelöscht werden. So wird verhindert, dass es weitere unberechtigte Zugriffe auf dem PC der Opfer gibt. Wichtig ist dies vor allem dann, wenn über den PC auch das Online-Banking ausgeführt wird.

Hier sollte ein EDV-Unternehmen die Prüfung des Rechners vornehmen, ob über AnyDesk von dem Broker Schadsoftware und/oder ein Computervirus auf den Rechner aufgespielt wurde. Nur so können Sie die Gefahr ausschließen, dass es im Nachgang oder zu einem anderen Zeitpunkt einen unberechtigten Zugriff auf Ihr Online-Banking gibt und weitere Verlust eintreten. Cybertrading-Fraud Trading-Betrug ist eine moderne Betrugsmasche im Internet. Spätere Geschädigte werden mittels Werbung im Internet, über social media oder sonstige Portale gezielt kontaktiert, um eine Geldsumme für eine vermeintlich vertrauenswürdige Anlageform anzulegen.

Vielfach geht es dabei um den Handel mit Kryptowährungen oder auch Rohstoffen. In der Regel werden beträchtliche Gewinne versprochen.

Die Kriminellen hinter dem Scam stellen eine optisch ansprechende Trading-Plattform oder Website zur Verfügung, auf der die "Nutzer" ihre "Gewinnentwicklungen" beobachten können.

Wenn dann Betroffene noch kleine Eurobeträge im ersten Schritt investieren, werden häufig innerhalb kürzester Zeit hohe Renditen in der Software oder auf der Internetseite in den dargestellten Konten für den Geschädigten angezeigt.

Der Kontakt zu den Betrügern und Tätern läuft häufig über Mobilfunkrufnummern oder per E-Mail. Empfängerkonten für die jeweiligen Geldanlagen und Zahlungen sind häufig Konten im Ausland.

Scam mit "Investieren wie Promis"

In sozialen Netzwerken werden rechtswidriger Weise Ausschnitte von TV-Shows oder auch Bildmaterial von Prominenten wie Jauch oder Thelen für Werbung verwendet. Es wird darauf verwiesen, dass die jeweiligen Prominenten über ein „Geheimwissen“ oder einen Informationsvorsprung in Geldanlagen verfügen und dass über die verlinkte Internetseite eben dieses Wissen geteilt wird.

Die Prominenten können sich gegen einen solchen Datenfake ihrer Person kaum wehren, da eine internationale Ermittlung hier nur schwer möglich ist. Mit wiederholt wechselnden Internetseiten und wechselnden Server-Infrastrukturen entkommen die Täter immer wieder den staatlichen Stellen.

Sind meine Zahlungen in Bitcoins für immer weg?

In vielen Betrugsfällen erfolgen Einzahlungen von Beträgen direkt auf Kryptobörsen oder es werden Beträgen in Kryptowährungen umgewandelt. Opfer möchten dann gern wissen, ob solche Zahlungen zurückgeholt werden können. Vielfach ist zu lesen, dass nach einer Umwandlung in Kryptowährungen eine Rückführung unmöglich ist.

Nach deutschem Recht haben die Investoren ein Eigentum an den jeweiligen Kryptowährungen erlangt. Werden diese durch Betrug anderweitig verfügt, ändert dies nichts an der Eigentumsposition.

Allerdings ist die Durchsetzung der Eigentumsrechte insbesondere bei international organisierten Betrugsfällen schwierig. Hier sind allerdings die Rechtsprechung und die rechtliche Lage im Wandel.

Vermögende Opfer betrügerischer Aktivitäten setzen im Moment alle rechtlichen Hebel in Bewegung, um ihre Eigentumsrechte durchzusetzen. Wir hoffen, dass diese Aktivitäten Erfolg zeigen und so die Opfer von unseriösen Brokern ebenfalls Wege finden, ihr Eigentum an Krypto-Währungen wieder zu erhalten.

Was sind Garantien des Brokers RiMarkets wert?

Im Laufe der Geschäftsbeziehungen werden Kunden mithilfe von sogenannten „Garantien“ des Brokers zu weiteren Einzahlungen überredet. Diese Dokumente sehen teilweise sehr amtlich aus, sind aber in der Regel Fälschungen.

Wenn eine solche Garantie von Ihnen als Kunde zu unterschreiben war, ist sie auf jeden Fall wertlos. Mit ihrer Unterschrift können Sie den Broker nicht rechtlich verpflichten.

Da es bereits an anderen Vertragsdokumenten fehlt, ist häufig rechtlich auch unklar, welchen Inhalt die Garantie hat und auf welche vertraglichen Verpflichtungen sich die Garantie bezieht.

Auch angebliche Garantien von Behörden sind wertlos. Keine Behörde und kein staatliches Organ lässt über dem Broker eine Garantie an den Kunden übermitteln.

So etwas ist in allen Staaten undenkbar. Behörden stellen amtliche Dokumente allein selber aus und geben diese Aufgabe nicht an Broker oder Finanzdienstleister weiter.

Wie kann ich nun mein Geld zurückholen?

Mit uns können Sie gegen den Finanzdienstleister RiMarkets vorgehen. Eine kurze E-Mail mit Stichworten zu Ihrem Fall an kanzlei@recht-freundlich.de und Angaben zu der investierten Summe, und schon kann eine Kontaktaufnahme erfolgen.

Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung. Dann können Sie entscheiden, ob Sie uns mit der Geltendmachung Ihrer Forderungen beauftragen wollen.



Foto(s): Rechtsanwalt Thomas Feil

Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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