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IVG Euroselect 7 und IVG Euroselect 8: Anlegern drohen Kapitaleinschnitte

Rechtstipp vom 03.04.2012
(12)
Rechtstipp vom 03.04.2012
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Der Bürostandort London entpuppt sich für IVG Euroselect Anleger als finanzielles Fiasko. Nach den IVG Euroselect Fonds 14 „The Gherkin" und IVG Euroselect Fonds 12 „London Wall" müssen auch die Anleger des ebenfalls in Bürogebäude in der Londoner City investierenden IVG Euroselect 07 Triple und IVG Euroselect 08 Neathouse Place mit hohen Verlusten rechnen.

IVG Euroselect 07 Triple gerät in Wechselkursfalle

Der neben London auch in Bürostandorte in Bonn und Nürnberg investierende geschlossene IVG Immobilienfonds Euroselect 07 geriet wie dessen namhafter Schwesternfonds Euroselect 14 „The Gherkin" rasch in die Wechselkursfalle. So musste der 2003 aufgelegte und unter den negativen Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Britischem Pfund leidende IVG Euroselect 07 Triple schon bald die vermeintlich sicher geglaubten Ausschüttungen reduzieren. Ob und inwieweit sich der finanziell angeschlagene IVG Euroselect 07 Triple schon bald wieder erholen können wird, scheint bei einem Blick auf die Bilanz von 2010 eher fraglich zu sein: In diesem Jahr musste der IVG Euroselect 07 beim kumulierten Überschuss ein Minus von 12,2 Prozent, bei den kumulierten Ausschüttungen sogar ein Minus von 14,4 Prozent vermelden.

IVG Euroselect 08 Neathouse Place läuft weit unter Plan

Auch die Anleger des 2004 aufgelegten und in die Londoner City investierenden IVG Euroselect 08 Neathouse Place dürften ihre Zeichnungsentscheidung längst bereut haben: Hier mussten die IVG-Anleger bislang ein Ausschüttungsminus in Hohe von 18 Prozent hinnehmen.

Haftung für falsche Beratung

Betroffene IVG Euroselect-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.

Sollten betroffene IVG Euroselect-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von geschlossenen Immobilienfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.

In zahlreichen Gerichtsurteilen wurde zudem festgestellt, dass die beratende Bank beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen muss. Deshalb kann im Fall der Zahlung von versteckt geflossenen Innenprovisionen (kick-back) und mangelnder Information hierüber der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht geschlossen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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