Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Kein Versicherungsschutz bei Unfallflucht

Kein Versicherungsschutz bei Unfallflucht
Außer in dringenden Notfällen gilt: Wer einen Unfall verursacht, darf den Unfallort nicht verlassen, wenn seine Personalien noch nicht festgestellt worden sind.

Wer einen Autounfall hat, der sollte an der Unfallstelle auf die Polizei oder den Unfallgegner warten, damit die Personalien festgestellt werden können. Denn ansonsten riskiert man nicht nur, dass man sich wegen einer Unfallflucht strafbar macht. Das Verlassen der Unfallstelle wirkt sich auch auf den Schutz der Kfz-Versicherung aus. Der Versicherer kann dann vom unfallflüchtigen Versicherten Schadensersatz für die Unfallschäden verlangen. So hat das Landgericht Düsseldorf kürzlich einem Versicherer einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 1.308,93 Euro gegenüber seinem Versicherten zugesprochen.

Der Fahrer eines Ford Escort hatte einen Unfall verursacht und sich dann vom Unfallort entfernt, so dass seine Personalien nicht festgestellt werden konnten. Doch nach einer Stunde konnte er als Unfallverursacher von der Polizei ermittelt und identifiziert werden. Der Kfz-Haftpflichtversicherer weigerte sich, für den Schaden aufzukommen. Die 20. Zivilkammer gab ihm Recht. Mit der Unfallflucht hatte der Versicherte vorsätzlich gegen seine vertraglichen Pflichten verstoßen. Die Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung schreiben vor, dass der Versicherte den Unfallort nicht verlassen darf. Hält er sich nicht daran, wird die Versicherung gemäß § 28 Absatz 2 Versicherungsvertragsgesetz von ihrer Leistungspflicht frei.

(LG Düsseldorf, Urteil v. 18.06.2010, Az.: 20 S 7/10)

(WEL)

Foto : ©iStockphoto.com


Rechtstipp vom 14.07.2010
aus der Themenwelt Fahrerflucht und dem Rechtsgebiet Verkehrsrecht

Rechtstipps zum Thema