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Kindergeldanspruch für Ausländer – Was Sie wissen müssen!

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1. Kindergeld als Sozialleistung

Kindergeld ist eine der wichtigsten Sozialleistungen für Familien mit Kindern in Deutschland. Das Kindergeld wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres grundsätzlich immer bezahlt. Bei volljährigen Kindern sind einige Besonderheiten zu beachten: Kinder ohne Berufsausbildung oder abgeschlossenem Studium erhalten in der Wartezeit auf einen Berufsausbildungsplatz und auch während der ersten Berufsausbildung oder während des Studiums noch Kindergeld. Grundsätzlich wird Kindergeld einkommensunabhängig gewährt. Es ist ab dem dritten Kind gestaffelt und beträgt

  • für das erste und zweite Kind monatlich 194 Euro
  • für das dritte Kind monatlich 200 Euro
  • für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 225 Euro

Kindergeld gibt es grundsätzlich

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,
  • für Kinder in Ausbildung, bis zum 25. Lebensjahr,
  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.

2. Voraussetzungen für das Kindergeld für EU-Bürger und sonstige Ausländer

Wenn Sie Staatsangehöriger der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) oder der Schweiz sind oder Sie die Staatsangehörigkeit eines der folgenden Staaten haben: Algerien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Marokko, Montenegro, Serbien, Tunesien, Türkei und Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind oder Arbeitslosen- bzw. Krankengeld beziehen, dann können Sie einen Antrag auf Kindergeld stellen.

Wenn Sie eine gültige Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis besitzen, mit der Sie in Deutschland arbeiten dürfen oder Sie zu den unanfechtbar anerkannten Flüchtlingen und Asylberechtigten gehören, so können Sie ebenfalls den Antrag auf Kindergeld stellen.

Im EU-Ausland lebende Kinder erhalten in der Regel keine deutsche Steuer-Identifikationsnummer und haben dementsprechend grundsätzlich keinen Anspruch auf Kindergeld. Allerdings kann der Anspruch hier dennoch bestehen, wenn die im Aufenthaltsland üblichen Dokumente zur Identifikation der Person vorliegen. Zur Beantragung von Kindergeld in Deutschland sind dann die entsprechenden Nachweise bei der zuständigen Familienkasse einzureichen.

Andere Ausländer müssen eine Niederlassungs- oder Aufenthaltserlaubnis vorweisen, um den Kindergeldanspruch geltend machen zu können (§ 62 Abs.2 EStG).

3. Erforderliche Nachweise

Der Antrag auf Kindergeld muss schriftlich gestellt werden. Bei Selbstständigen müssen noch Nachweise wie die Kopie der Gewerbeanmeldung oder des Steuerbescheids vorgelegt werden. Im Einzelfall können noch weitere Nachweise von der zuständigen Behörde angefordert werden.

Wir stehen Ihnen für eine anwaltliche Beratung oder Vertretung bundesweit gerne zur Verfügung.

Anfragen können auch über das auf unserer Internetseite vorhandene Kontaktformular sowie per E-Mail gestellt werden.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Ausländerrecht & Asylrecht, Familienrecht, Sozialrecht

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